Rundbrief vom 11. Februar 2019, Aktionen gegen Rassismus und Gewalt am 14.02.

Liebe Mitglieder,

wir senden Ihnen und Euch heute das Jahresprogramm unserer AG „Ich höre also bin ich“, verbunden mit der herzlichen Einladung zu ersten Veranstaltung am 11. März.

Anschließend leiten wir den Aufruf zu zwei Aktionen gegen Rassismus und Gewalt gegen Frauen am kommenden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr weiter. Start um 16 Uhr an der Hochschule. Zentrale Kundgebung mit Musik und Tanz von 17 bis 18 Uhr auf dem Koekkoekplatz. Wir hoffen, viele Mifgash-Mitglieder auch dort begrüßen zu dürfen. Auch auf die Ausstellung „Wahl ist dir egal? Bis du keine mehr hast!“ weisen wir jetzt schon hin! Sie ist anschließend für Schulen und Bildungseinrichtungen ausleihbar.

Mit herzlichen Grüßen

Thomas Ruffmann


Rundbrief vom 22. Januar 2019

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde von Haus Mifgash,

der kommende Sonntag hat es in sich: Kulturinteressierte wie Mifgash-AktivistInnen können sich am besten den ganzen Tag frei nehmen für Kultur, nunja, wenigstens die Zeit von 12 bis 20 Uhr. Denn Kleve hat an diesem Sonntag einiges zu bieten, zwei Programmpunkte davon wahrhaft einmalig und unwiederholbar.

Es beginnt um 12 Uhr mit dem Beitrag der Tichelparkkinos zum internationalen Holocaust-Gedenktag: Gezeigt wird im Kino 1 Steven Spielbergs Klassiker „Schindlers Liste“. https://www.kleverkinos.de/detail/72776/Schindlers_Liste

Von 13.30 bis 17 Uhr lädt der Klevische Verein für Kultur und Geschichte zum 25. Antiquarischen Bücherflohmarkt im Kolpinghaus ein. Verkauf, Ankauf, Tausch – alles ist möglich. Haus Mifgash ist mit einem Bücherstand vertreten, um neue Mitglieder zu werben und mit dem Verkaufserlös die Vereinskasse weiter zu füllen. Das Team um Michael Meuten freut sich auf rege Kundschaft! https://www.klevischer-verein.de/events/25-antiquarischer-buechermarkt-niederrhein/

Bei guter Planung kann man dies alles kombinieren mit dem Besuch des ersten großen KLEFOR-Konzerts seit dem Auftritt Anfang Oktober im Museum Kurhaus. Dafür bitte spätestens um 15 Uhr ankommen im alten Hallenbad! Für kleine Stärkung an der Bar ist gesorgt – syrische Häppchen sind in Vorbereitung!

Über gut 2 Stunden präsentiert das Klever Freundschaftsorchester KLEFOR des Vereins Haus Mifgash sein neues Programm „Von Amsterdam bis Aleppo“. „Es ist noch knapp eine Woche bis zum Konzert und wir wissen schon, wer voraussichtlich mitspielen wird – insgesamt 11 MusikerInnen aus aus 7 Ländern, erstmals mit einem Übergewicht bei Syrien!“ Ensembleleiter Thomas Ruffmann klingt so sarkastisch wie selbstbewusst bei der Ankündigung des nächsten KLEFOR-Konzerts im Rahmen des Festivals Kulturwelle. Weiß er doch, dass das vor über drei Jahren gegründete Weltmusikensemble bisher noch bei jedem Auftritt springlebendige Musik auf hohem Niveau präsentiert hat. Und mehr als einmal wurde über das endgültige Programm erst spontan auf der Bühne entschieden – der Überraschungs- und Improvisationsfaktor ist für das Publikum wie auch für die Musikanten selbst meist purer Lustgewinn.

Seit einem halben Jahr sind die gegenwärtig 11 MusikerInnen der Faszination arabischer Klänge erlegen. So wird es arabische Rumbas geben und Lieder von Fairouz, die alle Syrer kennen und lieben, weiter Eigenkompositionen von Oudspieler Medo Al Tenawi und Gitarristin Beate Walther, kongeniale Übersetzungen und Fortdichtungen aus der Feder von Sängerin Kaliana Asare, dazu virtuose Improvisationseinlagen der kurdischen Musiker Aref Fawzi Ahmed und Ameer Khammoo auf der Langhalslaute Saz. Das Ostwestensemble spielt auf seine Art auch unvergessene Hits wie Georg Danzers “Aufstehen“ oder „Was wollen wir trinken?“ von den Bots. Und besonders freuen darf man sich auf die Gastsängerinnen Nicoleta aus Rumänien/Kleve und Marie-Theres aus Kamerun/Kleve. So international ist es im ehrwürdigen Klever Hallenbad wohl noch nie zugegangen!

Die MusikerInnen haben ihr Konzert unter das Motto gestellt: „Musik auf der Straße der Freiheit“. Mit ihren organgefarbenen Rettungswesten werben sie zugleich für die bundesweite Kampagne „Seebrücke. Schafft sichere Häfen!“ Das Konzert findet in Abänderung des angekündigten Programms ohne BANDENA aus Geldern statt, da deren Percussionist verletzt ist. Das Programm endet um kurz nach 17 Uhr, dann zieht die Karawane weiter zu „The Twiolins“, die um 18 Uhr in der Kleinen Kirche an der Böllenstege ihre Spielart von „klassischer“ Weltmusik zum Besten geben. KLEFOR hofft, dass das Publikum ihnen zu diesem einzigartigen Konzert in der Besonderen Reihe folgen wird, denn es sind zwei Geschwister im Geiste, die dort zum Abschluss einen furiosen Januarsonntags auf zwei Geigen musizieren werden, und das auf höchstem virtuosen Niveau.

Karten gibt es ausschließlich an der Tageskasse im Hallenbad, Normalpreis 10 EUR, ermäßigt für Menschen mit geringem Einkommen und Mifgash-Mitglieder 5 EUR. Gegen Vorlage von Karten zu „The Twiolins“ gibt es 2 EUR Extra-Ermäßigung. Reservierung unter haus@mifgash.de Mit dem Erlös wird die Begegnungs- und Integrationsarbeit des Vereins Haus Mifgash unterstützt. Das gesamte Kulturwelle Programm gibt es hier: https://www.kultur-raum-klever-land.de/KULTURWELLE.html

Es wird auch in diesem Jahr eine offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt Kleve zum Internationalen Holocaust Gedenktag – Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz – geben. Um 15 Uhr laden die Evangelischen
und Katholischen Kirchengemeinden zu einem Ökumenischen Gottesdienst in die Versöhnungskirche an der Linde ein. Zwei Abiturienten haben zugesagt, darin von ihrer Klassenreise nach Polen und Besuch von
Ausschwitz zu berichten.

Ja, und last but not least, der krönende Abschluss ab 18 Uhr in der Kleinen Kirche an der Böllenstege: „Einfach mal die Fenster aufmachen und frischen Wind in die Kammermusikszene bringen“, das möchte das Geigenduo „The Twiolins“. Mit nur zwei Violinen erschaffen und erkunden die Geschwister Marie-Luise und Christoph Dingler spannende Klangwelten zwischen innovativer Klangsprache und ohrverwöhnender Harmonik. Allerschönste Musik für zwei Geigen, ganz heutig – für alle, die Klassik, Jazz, Folk, Weltmusik lieben, also für buchstäblich alle außer Hardrock und Metal-Fans hochintelligentes Crossover mit lauter Originalkompositionen. Ihr findet viele Filme im Netz … In Kleve debütieren The Twiolins im Rahmen der „Besonderen Reihe“ am Sonntag, 27. Januar, 18 Uhr, in der Kleinen Kirche an der Böllenstege. Mehr dazu hier: https://www.kleve.de/de/aktuelles/the-twiolins-erkunden-secret-places/

Wir sehen uns also am kommenden Sonntag im Hallenbad? Und an weiteren Orten?

Der nächste Rundbrief mit Details zur Vorstands-, Beirats- und Aktivenklausur am 16.2. folgt in Kürze!

Herzliche Grüße

Thomas Ruffmann


Neujahrsgruß und Dank


Volkstrauertag, 18.11.2018

Friedhof Merowingerstraße, Kleve

am Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs

> Zum Artikel


Rundbrief vom 13. November 2018

Liebe Mitglieder,

wieder gilt es zu berichten und einzuladen, hier die Themen in der Übersicht: > Zum Artikel


Rundbrief vom 28. Oktober 2018

Liebe Mitglieder,

hier nun etwas verspätet der schon angekündigte nächste Rundbrief mit folgenden Themen: > Zum Artikel


Rundbrief 24. Februar

Liebe Mitglieder,

Karneval feiern kann man, man muss aber nicht. Mit KLEFOR feiern – dem Klever Freundschaftsorchester im Haus Mifgasgh – kann man und sollte man unbedingt, wenn man kann. Immer wieder neu! Wir freuen uns auf euch. Ungefähr 100 Leute haben Platz im schönen Theater mini art. Man kann sitzen oder tanzen oder beides nacheinander!
Wer besonders neugierig ist, findet auf der facebook Seite der Nachbarschaftsmusik – KLEFOR sogar das genaue Programm – Änderungen garantiert!https://www.facebook.com/groups/1716729681941615/

Wir spielen am Sonntag, 26.2.2017 um 18 Uhr im Theater mini art, Brückenweg 5, auf dem Gelände der Kliniken in Bedburg-Hau. Leicht zu finden, ausgeschildert, Parkplätze vor der Tür. Der Eintritt ist frei, Spende für FLüchtlingsarbeit wird erbeten.

Die AG „Ich höre, also bin ich“ hat ihr Jahresprogramm in einem schönen Flyer zusammengestellt. Zu Literatur – Musik – Kunst gibt es 4 Veranstaltungen am 06.03., 12.06., 04.09. und 04.12. jeweils 19.30 Uhr bis 21.15 Uhr (mit viertelstündiger Pause)im Kolpinghaus Kleve, Kolpingstraße 11, 47533 Kleve.

Erste Veranstaltung in diesem Jahr ist also am Montag, 6.3., „Deutschland von außen“
Unsere Nachbarn (Großbritannien, Dänemark, Niederlande u. a.) blicken auf Deutschland. Die historische Nähe zu dem von Deutschland verursachten Zweiten Weltkrieg mit seinen Flüchtlingsschicksalen als Folge fordert uns auf, diese Schicksale ins Gedächtnis zu rufen. Heute blickt man auf Deutschland wegen unserer Politik des Umgangs mit Flüchtlingen.
Jörg Baden hat ihn persönlich berührende Texte ausgesucht: informative und nachdenkliche zumeist, aber auch Witz und Humor blicken aus manchen hervor. Er wird die Zuhörer auch an eigenen Erlebnissen teilhaben lassen.

Der Umbau oder besser gesagt, die Neueinrichtung des Mifgash-Ladens an der Kavariner Str. 44, hat Fahrt aufgenommen. Samstag wird alles, was raus soll, abtransportiert, am 2.3. kommt die neue Einrichtung, frühlingshaft zarte Grün- und Blautöne (die Haus Mifgash -.Farben!) sorgen für Helligkeit an den Wänden … Wer noch 2 Stunden pro Woche Ladendienst übernehmen möchte, melde sich bitte bei Kaliana Asare, Marie-Helen van Heys oder mir!

Der Große Küchentisch hat sich eine Pause verordnet. Am Montag, 1.5., um 18 Uhr geht es wieder los. Geplant ist testweise nur 1 Abend pro Monat, jeweils der erste Montag. Hierzu folgt in Kürze eine kleine (!) Mitgliederbefragung!

Mit herzlichen Grüßen

Thomas Ruffmann

Programm als PDF: Ich höre 2017


Mifgash Rundbrief 10. Februar 2017

Weitere 23 Stolpersteine für Kleve
Verlegung am 16.02.2017 – Beginn 14.00 Uhr – Lindenallee 34

Sehr geehrte Damen und Herren,
nach der unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit im November 2016 erfolgten Verlegung der ersten Stolpersteine werden nunmehr weitere 23 Stolpersteine in Kleve verlegt.

> Zum Artikel


Mifgash Rundbrief 3. Februar 2017

Liebe Mitglieder,
und hier wieder eine herzliche Einladung zum letzten Abend im Forum Internationale Politik in dieser ersten Serie. Eine zweite folgt im Mai. Lesen Sie unten bitte weiter.

> Zum Artikel


Akute Not: Die Abschiebung von Nazim droht in der kommenden Woche

Liebe FreundInnen,
gestern morgen erhielten wir von Nazims Anwältin die Nachricht, dass der Kreis Kleve ihr mitgeteilt habe: Sie ziehen ihre Zusage zurück und betreiben die Abschiebung von Nazim Hussain, der ja gegenwärtig in Abschiebehaft sitzt, nun aktiv weiter. Der Kreis will die Entscheidung der Härtefallkommission nicht abwarten. Gesetzlich ist der Kreis nicht verpflichtet, die Entscheidung der Kommission abzuwarten, auch nicht, ein eventuelles Ersuchen um Aufenthalt für ihn positiv zu bescheiden. Tatsächlich aber und aus guten humanitären und politisch-ethischen Gründen warten in der Regel alle Ausländerbehörden in NRW die Entscheidung der Kommission ab und folgen ihren Empfehlungen. Kleve also nicht.

Es könnte sein, dass Nazim am 14.12. abgeschoben werden soll und die Härtefallkommission kurz darauf über seinen Fall berät.

Warum? Das fragen wir uns alle.

Wir fügen den entsprechenden Bericht aus der heutigen NRZ bei.

(Dort ist groß daneben auch eine Erfolgsgeschichte zu lesen, an der viele aus unserem Verein mitgewirkt haben, vor allem abe Amadou Diallo selbst mit seiner großen Motivation, seinen Fähigkeiten und seiner offenen Art … dazu hoffentlich später einmal noch etwas mehr …)
Was ist zu tun? Die Anwältin hat einen Eilantrag gestellt, über den hoffentlich entschieden wird, bevor das Flugzeug abhebt. Außerdem hat sie schon direkt nach der Verhaftung Haftbeschwerde gestellt. Nach ihrer juristischen Einschätzung, die sie ausführlich begründet hat, hat der Kreis eindeutig nicht korrekt gehandelt. Insbesondere hätte es mildere Mittel als die Haft gegeben, um sicherzustellen, dass Nazim sich nicht einer eventuellen Abschiebung entzieht (z.B. eine tägliche Meldung bei der Ausländerbehörde). Wann über diese Haftbeschwerde verhandelt wird, ist völlig unklar. (Dies passiert häufig erst, nachdem der Betroffene bereits abgeschoben ist.)

Unsere Bitte an Sie/Euch und alle weiteren UnterstützerInnen: Bitte schauen Sie regelmäßig in die Mail. Wahrscheinlich werden wir am Montag dem Landrat einen offenen Brief überreichen mit der Bitte, den Spielraum den die Gesetze und Vorschriften sehr wohl vorsehen, im Sinne der Menschlichkeit zu nutzen.

Außerdem benötigen wir natürlich Geld: Nazim hat die Anwaltskosten bisher selbst bezahlt. Mechthild Bielenberg-Keller vom Flüchtlingsrat, die uns in diesem Fall unermüdlich berät und mit Rat und Tat zur Seite steht, hat auch einen Förderantrag für ANwaltskosten bei ProAsyl gestellt. Einige von uns haben aus privatem Portemonnaie geholfen, natürlich. Aber das reicht nicht. Wer also kann, möchte bitte eine Spende auf das Vereinskonto mit dem Stichwort „Hilfe für Nazim Hussain“ überweisen. IBAN DE28 3245 0000 0030 0170 81.

Wir wollen vom Verein so schnell wie möglich auch ein eigenes Nothilfekonto nicht nur für diesen Fall, sondern auch für die anderen Notfälle von Geflüchteten einrichten, die mehr Unterstützung brauchen, als ihre jeweiligen Freunde und Unterstützer privat aufbringen können.

Wir melden uns bald wieder mit weiteren Nachrichten.

Danke soweit für alle bisherige Unterstützung.

Herzlich

Thomas Ruffmann, auch im Namen Ron Manheim, Maria Schneider-Bless, Josefine Frank, Kaliana Asare


» Ältere Einträge