Rundbrief Haus Mifgash „Ich höre, also bin ich“ am 4.6. zu Erna Valk

Liebe Mitglieder,

zum nächsten Abend in der Reihe „Ich höre, also bin ich“ laden wir herzlich ein.

Haus Mifgash e .V. Kleve – Vortragsreihe „Ich höre, also bin ich.“ – mit Literatur, Musik, Kunst
Bitte helft dem Kind, Zielort Leeuwarden“
Zum Thema „Jüdische Schicksale“ findet im Rahmen der Reihe „Ich höre, also bin ich.“ von Haus Mifgash e.V.

am Montag, 4. Juni, 19.30 Uhr, im Kolpinghaus Kleve, Kolpingstr. 11,
die zweite Lesung dieses Jahres statt. –

Nur wenigen Juden im Dritten Reich gelang das Überleben in den Konzentrationslagern. Nur ein minimaler Teil von diesen machte sich in der alten Heimat wieder sesshaft. Das Ehepaar Erna und Walter Valk aus Goch gehörte dazu. Nicht jedoch ihr einziges Kind Leni. Es wurde im Konzentrationslager Sobibor ermordet.

Erna Valk hinterließ mit ihrem Bericht über Deportation, KZ-Aufenthalt und Flucht ein beispielhaftes autobiografisches Dokument. Heinz van de Linde wird aus Erna Valks Bericht vortragen, der Teil des Buches „Wider das Vergessen“ von Ruth Warrener ist. Die Autorin wird vor der Lesung zu Lenis besonderem Schicksal Erläuterndes sagen. Musikalisch begleitet wird die Lesung von Kaliana Asare (Gitarre) und Thomas Ruffmann (Violine). Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen und gehen an das Haus Mifgash e. V. Das Buch ist an diesem Abend käuflich zu erwerben (Preis € 19,80).

 

Leider ist es zum wiederholten Maße zu einer Schändung der Gedenktafel gekommen

https://www.nrz.de/staedte/kleve-und-umland/juedische-gedenktafel-in-kleve-erneut-beschmiert-id214364583.html

Hinweise bitte an die Polizei  Staatsschutz in Kleve, Telefon: 02151/634-0

 

mit herzlichen Grüßen

 

Kaliana Rahel Asare

Geschäftsführung


Rundbrief vom 8. Mai 2018

Liebe Mitglieder,

schon morgen/heute, Dienstag, 8.5., um 20 Uhr, findet die nächste Veranstaltung in der Reihe „Glauben gibt es nur im Plural“ statt. Dr. Martina Fischer spricht im Hörsaalzentrum der HSRW, Gebäude 01, Raum 04, über Erkenntnisse der Friedensforschung zu Religion, Krieg und Frieden. Wir laden sehr herzlich ein!

Dr. Martina Fischer (Brot für die Welt/Berghof Foundation) fasst den Forschungsstand der Friedens- und Konfliktforschung zusammen: Was lässt sich heute sagen zur Rolle der Religionen als Friedensstifter oder aber als Verursacher oder Verschärfer von Konflikten und Kriegen? Werden Religionen immer nur benutzt von Politikern oder Militärs – in der einen wie in der anderen Richtung? Oder haben (alle) Religionen ein Doppelgesicht – eine Friedensbotschaft, aber gleichzeitig auch die Bereitschaft zu (Glaubens)Kriegen? Was lässt sich empirisch sagen zur Rolle der Religionen? Wie können die Ergebnisse der Friedensforschung stärker in die Öffentlichkeit kommen? Wie kann die Friedensbewegung Religionsgemeinschaften als Bündnispartner gewinnen? Über diese und weitere Fragen darf und soll kontrovers diskutiert werden.

Die Veranstaltung wird organisiert von der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Friedens- und Konfliktforschung (AFK) an der HSRW im Rahmen der Reihe „Glauben gibt es nur im Plural“. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der
Eintritt ist frei.

Glauben gibt es nur im Plural – Begegnungen mit Weltreligionen in Kleve

„Was gibt es zu entdecken in den Religionen der Anderen? Was ist mir besonders wichtig an meinem eigenen Glauben?“ Neugier auf die Nachbarn und Nachdenken über das Vertraute und das Fremde, so beschreiben die Organisatoren der Veranstaltungsreihe ihre Motive. Begegnungen mit Weltreligionen im Kleverland möglich zu machen, das haben sie sich auf die Fahnen geschrieben.

Die Evangelische Kirchengemeinde Kleve, das Haus der Begegnung – Beth HaMifgash e.V., die Hochschule Rhein-Waal/Fakultät Gesellschaft und Ökonomie, die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK), das Katholische Bildungswerk Kleve und die VHS Kleve laden gemeinsam zu der Reihe „Glauben gibt es nur im Plural“ ein. An insgesamt drei Samstagvormittagen gibt es Besuche bei verschiedenen Religionsgemeinschaften; dazu kommen zwei Vortrags- und Diskussionsabende mit Forschenden zum Themenkomplex „Frieden, Religion, Konflikt“.

Die nächste Veranstaltung in der Reihe ist ein Besuch im größten Hindutempel Europas.

Am Samstag, 26. Mai, kann man mit dem VHS-Dozenten Paul Simons den Tempel Shree Raam Mandir in Wijchen/NL, am westlichen Stadtrand von Nijmegen, besuchen. Zwar gibt es nur eine kleine Hindugemeinschaft in Wijchen, aber aus dem ganz Land kommen Gläubige in traditionellen farbigen Kleidern dort zusammen, um ihren Glauben zu feiern. Der Tempel ist auch bekannt wegen der schönen und großen Götterbilder. Der Hinduismus ist eine Weltreligion mit sehr alten Wurzeln in Indien. Es ist mehr eine Lebensart als das Teilen von Glaubensbekenntnissen. Vegetarisches Essen, Gewaltlosigkeit, Meditation, Mitmenschlichkeit können zu einer solchen Lebensart gehören und sind wichtig für die Qualität der Wiedergeburt. Kennzeichnend ist ein kosmisches Bewusstsein: Mensch, Gott und Kosmos sind miteinander verbunden.

Die Führung beginnt mit einer Präsentation über den Hinduismus, anschließend werden verschiedene Räume des Tempels besucht, und es gibt genügend Zeit für Gespräch und Diskussion – mit Übersetzung ins Deutsche. Die Führung dauert von 12 bis ca. 14.30 Uhr; selbständige Anreise ist möglich, aber es gibt auch Mitfahrgelegenheiten im PKW um 10.45 Uhr ab VHS-Parkplatz. Wer teilnehmen will, kann sich noch bis 11.5. bei der VHS Kleve anmelden, Mail an vhs@kleve.de genügt; Infotelefon 02821-84718.

Mit herzlichen Grüßen

Thomas Ruffmann

Und dann leiten wir gerne einen Aufruf unserer Nachbarn von der anderen Straßenseite auf der Kavarinerstr. weiter:

Liebe Freunde und Freundinnen des humanitären Hilfsprojektes in Ghana,
 
das „Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen“ unterstützt seit vielen Jahren die „Projektarbeit des Kranenburger Freundeskreises humanitäre Hilfe in Ghana e.V.“ Besonders zu erwähnen ist dabei das Engagement von Frau Gerti Gleim, Studiendirektor im Siegener Berufskolleg. Gemeinsam mit Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern und anderen Sponsoren trägt Frau Gleim mit Geld- und Sachspenden ganz wesentlich zu Stabilisierung und Fortentwicklung des Schulprojektes in Ghana bei. Wir alle danken ihr ganz herzlich dafür.
 
Auch in diesem Jahr nimmt das Berufskolleg in Siegen  – auch wieder auf Initiative von Frau Gleim –  an der „Sparda 2018 Spendenwahl“ teil. Durchgeführt wird diese Aktion von der Sparda-Bank West.
 
In den vergangenen Jahren sind dem Siegener Berufskolleg durch viele Stimmenabgaben zu Gunsten der Siegener Schule immer beträchtliche Beträge aus diesem Wettbewerb zugeflossen. Hiervon hat das Schulprojekt in Ghana stets nachhaltig profitiert.
 
Wir alle würden uns freuen, wenn Sie/ihr in den nächsten Tagen durch eure/Ihre Stimmabgabe zu Gunsten des Siegener Berufskollegs auch die Einnahmeseite des Kranenburger Freundeskreises mit erhöhen würdet. Vielleicht finden sich auch im Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis noch Personen, die sich an diesem Wettbewerb zu Gunsten des Berufskollegs Siegen und schließlich zu Gunsten des Kranenburger Freundeskreises bzw. des Schulprojektes in Ghana an dieser Aktion beteiligen.
 
Die Beteiligung im Internet ist möglich über:
 
http://spardaspendenwahl.de/profile/berufskolleg-wirtschaft-verwaltung-siegen/
 
Vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße,
Wilhelm Hawerkamp !
 
 
 


Einladung zur Stolpersteinverlegung am 20. April

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, FreundInnen,

wir laden wieder herzlich ein zur nächsten Stolpersteinverlegung am kommenden Freitag, 20.4., ab 9 Uhr im Klever Bahnhofsviertel. Alle interessierten BürgerInnen sind willkommen. Leiten Sie die Einladung gerne weiter! In den zwei Dokumenten im Anhang können Sie die wichtigsten Fakten zu den Familien Cohen, Schaap, Wolff und Kaufmann lesen, an die wir diesmal erinnern.

Mit herzlichen Grüßen von Helga Ullrich Scheyda, Edmund Verbeet und den anderen Aktiven der AG Geschichte/Stolpersteine

Thomas Ruffmann

Ablauf der Stolpersteinverlegung:

9.00 Uhr Pannofenstraße 12
Begrüßung durch Ron Manheim
1. Vorsitzender des Vereins „Haus der Begegnung – Beth HaMifgash e.V.“
Stolpersteine für die Familie Cohen
mit Beitrag von Michael Meuten
9.15 Uhr Nähe Pannofenstraße 5
Stolpersteine für die Familie Schaap
mit Beitrag von Helga Ullrich-Scheyda
9.45 Uhr Herzogstraße 1
Stolpersteine für die Familie Kaufmann
mit Beiträgen von Fachoberschülern und angehenden Erziehern
des Berufskollegs Kleve

10.10 Uhr Bahnhofstraße 21
Stolpersteine für die Familie Wolff
mit Beiträgen von Referendaren des Zentrums
für schulpraktische Lehramtsausbildung – Fachseminar Geschichte
10.30 Uhr Abschlussveranstaltung im projektraum-bahnhof25.de (Bahnhofstraße 25)
Grußwort der Bürgermeisterin Sonja Northing
Kurzvortrag „Der Bahnhof in nationalsozialistischer Zeit“
Helga Ullrich-Scheyda
Das Streichquartett Monika Lensing, Thomas Ruffmann, Verena Krauledat,
Eva Maria Staudenmaier spielt
Felix Mendelssohn, Streichquartett Nr. 2 a-moll, op. 13, Adagio non lento
Bryce Dessner, A little Blue Something aus dem Zyklus „Aheym“
Moderation: Edmund Verbeet

MifgashStolper_Wolff-Kaufmann20.04.2018

MifgashStolper_Cohen-Schaap20.04.2018


Rundbrief vom 21. Januar 2018

Liebe Mitglieder,

dieser Rundbrief enthält fast nur Einladungen. Alle vier Veranstaltungen finden am kommenden Samstag, 27. Januar, statt.

Zwei Veranstaltungen sind organisiert von unserem Verein, wir würden uns freuen, dort viele von Ihnen/Euch zu treffen … und bitte weitersagen!

Ab 13 Uhr Eröffnung der Fotoausstellung „BLICKEN STANDHALTEN“ mit Frauenporträts, Scheerer Hörakustik · Hagsche Straße 55 – 57

16 Uhr Veranstaltung zum Internationalen Holocaust-Gedenktag im Neuen Pfarrheim Kellen, Overbergstraße 5

Und auf das Theaterstück unserer Freunde von mini-art um 19.30 Uhr weisen wir wärmstens werbend hin:  Theater mini-art spielt anlässlich des Holocaust-Gedenktages „Das Schutzengelhaus“.

Veranstaltung Nr. 4 kann sich wegen der Musik lohnen oder wegen der europapolitischen Gesprächsmöglichkeiten: KLEFOR wurde eingeladen, ab 11 Uhr für die musikalische Umrahmung bei der Neueröffnung des Europa-Büros von Martin Schirdewan (MdEP – DIE LINKE) in der Steinstr. 29, Emmerich, zu sorgen.

Wir sind gespannt, wieviele Mitglieder unseres Vereins von morgens 11 bis abends 22 Uhr alle Veranstaltungen besuchen werden 🙂

Und zum Schluss gibt es  noch aktuelle Nachrichten zur Situation der Flüchtlingsfamilie Demirovic, zu der wir vor kurzem einen Unterstützeraufruf geschickt haben.

Herzliche Grüße im Namen des Vorstands

Thomas Ruffmann


Rundbrief akut!

Liebe MitbewohnerInnen in unserem Haus der Begegnung,

es gibt leider wieder einmal einen dringenden Anlass für diesen Sonderrundbrief: Srecko Demirovic, besser bekannt als Cece, (der wunderbare Akkordeonist in KLEFOR, der so gerne mehr Triller als normale Töne spielt), und seine Familie sind aufgrund der Entscheidungen der Klever Ausländerbehörde von Abschiebung bedroht – für Cece ist die Rückkehr nach Serbien aufgrund seiner schweren, chronischen Erkrankung nachweislich lebensbedrohend, Tochter Viktorija hat als erste und einzige Schülerin des Vorbereitungslehrgangs am Berufskolleg schon im ersten Jahr (sogar schon im zweiten Monat) den Übergang in eine reguläre Ausbildung als Frisörin geschafft. Dafür sieht das Gesetz die Ausbildungsduldung verpflichtend vor, aber es gibt eine Ausnahme für Balkanflüchtlinge, (die unseres Wissens aber so scharf nur in Kleve angewendet wird.)

Lesen Sie/lest bitte alles in dem beigefügten Schreiben (unten als Text, danach als pdf). Jede Unterschrift ist wichtig und hilft. Den Antrag bei der Härtefallkommission werden wir am Freitag stellen. Wenn bis dahin, sporich bis heute abend, 22 Uhr,  schon einige Unterstützerschreiben bei mir eingegangen sind, ist das sehr gut. Wir können Unterschriften aber auch noch nachreichen.Es wäre gut, wenn ich die weiteren Unterschriften bis 17.1. bekommen könnte. Die Härtefallkommission kann und soll – anders als die Behörde, die nur aufgrund des Asylgesetzes tätig werden kann – auch humanitäre Gründe und gute Integration berücksichtigen. Somit gibt es realistische Hoffnung auf ein Aufenthaltsrecht für die Familie.

Wer wenig Zeit hat, kann gerne den Text in eine E-Mail kopieren und ihn mir nur mit maschinengeschriebener Unterschrift zurücksenden. Ansonsten wäre am besten Ausdrucken, Unterschreiben (ggf. weitere Unterschriften Sammeln) und eingescant oder per Post Zurückschicken an Thomas Ruffmann, Vossegatt 27, 47533 Kleve bzw. thomas.ruffmann@mifgash.de

Und noch eine Bitte: Das Unterstützerschreiben soll im Moment noch nicht über Facebook oder andere soziale Medien veröffentlicht werden. Der Antrag an die Kommission sollte erst gestellt sein, bevor wir das tun. Herzlichen Dank im voraus für die Unterstützung, die schon allein für die Moral der Familie ganz wichtig ist …

Thomas Ruffmann


Rundbrief vom 8. Dezember 2017

Liebe Mitglieder,

die Family Singers Pfalzdorf präsentieren am Sonntag, 10.12., um 17 Uhr in der Stadthalle KLeve ihr neues Musical Subway all-ein. Dringender Tipp: Hingehen, und das nicht nur, weil der Erlös des Abends für die Arbeit von Haus Mifgash gespendet wird (wofür wir an dieser Stelle schon mal herzlich danken.) Das Musical ist ausverkauft!

Es ist ein ewig aktuelles Thema, mit viel Schwung, Engagement und musikalisch-schauspielerischem Können in über einjähriger Probenarbeit umgesetzt und jetzt zuerst in Kevelaer und dann am Sonntag in Kleve auf die Bühne gebracht.

Hier kann man viel mehr erfahren und auch den Trailer anschauen:

http://www.subway-all-ein.de/%C3%BCber-das-musical.html

Karten gibt es zum Preis von 21,– /ermäßigt 11 EUR beim Bürgerbüro Kleve und an anderen Stellen (siehe Website …)

Und dann hat unser Verein mal wieder etwas Überraschendes zu vermelden. Am 12.12. ist die Presse in den Mifgash-Laden in der Kavariner Str. eingeladen, aber unsere Mitglieder sollen es schon jetzt erfahren. Gerade gestern sind sie druckfrisch von der Druckerei gekommen und von vielen helfenden Händen eingetütet worden: 14 historische Postkarten mit Ansichten vom Synagogenplatz/Reitbahn/Schwanenburg, als Mäppchen ab 12.12. zum Preis von 7,90 EUR erhältlich (Preismeldung unter Vorbehalt) . Wir wollen damit aufmerksam machen auf unsere Planungen zum Bau des Hauses der Begegnung an diesem geschichtsträchtigen Ort – und auch ein klein wenig zur Finanzierung der nächsten Arbeitsschritte beitragen Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack:

Mit herzlichen Grüßen

Thomas Ruffmann

 


Rundbrief vom 24. Oktober 2017

Liebe Mitglieder und FreundInnen,

unsere kleine Befragung im letzten Rundbrief hat ergeben, dass fünf (!) Mitglieder eine regelmäßige Möglichkeit zum Austausch wie den Küchentisch wünschen – auch wenn sie selbst nicht immer dabei sein können. Wir unterstellen einfach, dass viele von Ihnen/Euch das ähnlich sehen … und haben uns einiges Neue überlegt, um dieser Einschätzung eine Chance zu geben. Natürlich auch deshalb, weil der Vorstand selbst es ganz wichtig findet, dass mehr zwischenmenschliche Kommunikation im Verein laufen kann. Lesen Sie also bitte weiter – lest hier weiter:

„Rons Kaffeestunde“ – oder „Teetrinken mit dem Vorstand“
Freitags von 16 bis 17 Uhr trinkt der Vorsitzende seinen Kaffee fortan nicht mehr allein, sondern im Mifgash-Laden an der Kavariner Str. Die Idee ist, dass man jede Woche zu dieser Stunde ihn oder andere Mitglieder des Vorstands treffen kann – zu einem Plausch, oder aber auch zu großen Strategiegesprächen. Je nach Bedarf. Tee und Wasser gibt es auch immer. Was dann noch passiert und wen man sonst noch trifft, das ist eine der kleinen Überraschungen im Leben. Zum ersten Mal also am 27.10., von da an wöchentlich.

Das KLEFOR im Haus Mifgash hat am Montag, 30.10., um 10 Uhr die Ehre, die EInführungsfeier für 300 neue LehramtsanwärterInnen in der Klever Stadthalle musikalisch zu umrahmen – und dadurch für die Ideen und Ziele von Haus Mifgash zu werben.

Am selben Montag, 30.10., um 19 Uhr gibt es nach längerer Pause einen Neustart der Nachbarschaftsmusik mit dem Klever Freundschaftsorchester KLEFOR im Caritas Kontaktcafé, Hoffmannalllee 66-68 (Eingang von der Hofseite). Viele neue MusikerInnen haben sich angekündigt. Wir sind total gespannt! Alle Menschen, die Musik lieben, sind willkommen – zum Mitmachen in der einen oder anderen Weise oder auch nur zum Zuhören und Tanzen. Zukünftig ist geplant, dass die Nachbarschaftsmusik nicht mehr wöchentlich stattfindet – sondern ca. einmal im Monat an einem Wochentagabend als Workshop/Session für alle, ob Badewannensängerin oder Profi. Dazu einmal alle 4 bis 6 Wochen ein thematischer Workshop am Wochenende, evtl. in mehreren Gruppen, je nach Instrumenten und Niveau.

Der Große Küchentisch findet nach längerer Pause am Montag, 6. November, wieder im Kontaktcafe Caritas statt. Ab 17.00 Uhr wird gekocht, melden Andrea und Michael, diesmal mit einer Gruppe von Irakern. Gegen 18.30 Uhr – so genau weiß man das nie – könnte das Essen auf dem Tisch stehen. Finanziert wird die Aktion dadurch, dass anschließend ein „Hut“ herumgeht, in den jeder das hineintun kann, was ihm möglich ist. – Für die Planung wäre es hilfreich, wenn Sie uns bis zum 31. Oktober sagen könnten, ob Sie teilnehmen werden und ob Sie Interesse daran haben, sich am Kochen und Vorbereiten zu beteiligen. Bitte kurze Mail an michael@meuten.com

Am Donnerstag,  9.11. um 15 Uhr, sind wir alle herzlich eingeladen zur Gedenkfeier für die Opfer der Pogromnacht in Kleve – wie immer am Synagogenplatz unterhalb der Schwanenburg, anschließend Gelegenheit zu Gesprächen bei Kaffee und Tee im nahe gelegenen Kolpinghaus.

Am Samstag, 11.11., schließlich haben die DeutschlehrerInnen im Haus Mifgash eine Busexkursion zur DASA in Dortmund organisiert. Es sind noch genügend Plätze frei – man möge also gerne noch Geflüchtete aus dem eigenen Umfel ansprechen und einladen! Siehe Anlage!

Herzlich, im Namen des Vorstands

Thomas Ruffmann


Rundbrief vom 4. Oktober 2017

Liebe Mitglieder, liebe FreundInnen,

zunächst eine formlose Mini-Umfrage: Der große Küchentisch pausiert ja schon etwas länger, unser Mifgash-Laden hat sich noch nicht zu dem informellen Treffpunkt für Mitglieder und Neugierige entwickelt, der er immer auch sein sollte … im Verein gibt es einige Stimmen, die eine (un)regelmäßige Austauschmöglichkeit vermissen. Auch gibt es neue Mitglieder und Interessierte, denen wir zur Zeit kein Angebot zum zwanglosen Kennenlernen des Vereins machen können. Wie geht es Ihnen/Euch? Würdet ihr gerne ein- oder zweimal im Monat die Gelegenheit nutzen wollen, sich zum Austausch über wichtige (Vereins-)Themen und zum besseren Kennenlernen zu treffen? Denkbar wären z.B. thematische Gesprächstermine (mit kleinem Mitbringbüffet) oder ein „Jour fix“, an dem zuverlässig einige Vorstandsmitglieder anzutreffen sind oder … Was wünschen Sie sich, was würdet ihr nutzen? Jede Antwort zwischen 2 und 200 Wörtern wird uns erfreuen und helfen bei der Planung.
Herzliche Grüße,
Thomas Ruffmann


Rundbrief vom 10. September

Liebe Mitglieder,

ich bitte um Verständnis, dass ich heute einen sehr persönlichen, traurigen und (an)klagenden Rundbrief schreibe. Der Anlass ist leider überhaupt kein besonderer, sondern Regelfall in unserer deutschen Republik. Die Regierungen sprechen zwar  weiterhin von Willkommenskultur und Integration, betreiben aber de facto eine Politik der Abschreckung und des Zurückstoßens – im Mittelmeer, in Griechenland,  und auch in Deutschland selbst. Hier heißt das Ganze „Abschiebung“ oder aber – zynisch und verfälschend – „freiwillige Ausreise“.
In dieser Woche müssen wir also Lebewohl sagen zu Elvis und Sanela Bajramov und ihren Kindern Bajram, Kevin, Sultan, Abdul und Emrin.  Vielen von uns, besonders im Orchester KLEFOR, sind sie ans Herz gewachsen, sie sind unsere Freunde geworden seit langem. Im März/April haben wir ihr Schicksal im Rundbrief beschrieben – insbesondere  auch das unrechtmäßige Vorgehen des BAMF, wodurch ihnen die Möglichkeit zur Klage genommen wurde – und zu einer Spendenaktion aufgerufen. Das Ergebnis will ich an dieser Stelle gerne mitteilen: Durch die Spenden von Mifgashmitgliedern und vielen weiteren Menschen in Kleve konnte die Familie ein kleines Häuschen in Skopje kaufen, so dass sie nun zumindest ein Dach über dem Kopf haben, wenn sie ankommen in dieser Stadt, in der sie niemanden kennen. Das Haus hat keine Fensterrahmen und kein Fensterglas und – natürlich – weiß die Familie nicht, wie sie Arbeit finden und wovon sie leben kann. Zuallererst aber haben sie Angst vor den unkalkulierbaren Übergriffen der Grenzbeamten. Viele Rückkehrer in der letzten Zeit wurden gezwungen, eine „Strafe“, de facto ein Erpressungs- oder Schutzgeld zu zahlen. Konnten sie das nicht, wurde meist die Mutter ins Gefängnis gesteckt und der Vater musste draußen sehen, wie er das geforderte Geld auftreiben kann. – Das Flugzeug geht am Donnerstag ab Dortmund. So werden dann fast alle unsere Roma-Freunde und Musiker wieder in Serbien und Mazedonien sein. Dass sie als Kinder in Deutschland zur Schule gegangen sind, dass ihre Kinder  wiederum gut gelernt haben in der Schule und hier integriert sind, das zählt nicht. Dass die Nazis ebenso wie die Juden auch die Roma systematisch verfolgt und eine halbe Million von ihnen ermordet haben, und dass daraus eine besondere Verpflichtung für unser Land erwächst gegenüber denjenigen, die heute bei uns Zuflucht suchen, davon will die offizielle Politik überhaupt nichts wissen. Das die EU eine Dekade der Inklusion der Roma ausgerufen hat, in der von 2005 bis 2015 wenig passiert ist, weiß kaum ein Mensch. Wie schon in den 90er Jahren schränken wir das Asylrecht in dem Moment erneut ein, in dem es von vielen Schutzsuchenden in Anspruch genommen wird.

Nun kommt die erste Bitte: Wir suchen noch eine Fahrerin oder einen Fahrer für die Fahrt zum Flughafen. Abflugszeit erfahren wir erst am Montag. Insgesamt brauchen wir 2 Autos oder einen Kleinbus. Benzinkosten erstattet unser Verein.
Die zweite Bitte: Die Familie hat nur einen Koffer, braucht aber insgesamt 5 Koffer oder große Reisetaschen. Wer hat zuhause noch so etwas, das nicht gebraucht wird? Am besten am Montagabend abgeben, denn … hier folgt …
die Einladung: Wir von KLEFOR wollen gerne ein Abschiedsessen organisieren – mit Musik natürlich …  Dazu laden wir alle, die den Bajramovs Lebewohl und Auf Wiedersehen (ja!!!)  sagen wollen, herzlich ein für Montag, 11.9., 19.30 Uhr, ins Caritas-Kontaktcafé. Wir wollen wieder ein Mitbring-Büffet aufbauen. Wer kann, möchte bitte etwas für das Büffet mitbringen!

Und dann noch eine ganz andere Bitte: Wer kann helfen – mit Anhänger oder Transporter – zwei große Werktische aus der Stadthalle abzuholen und nach Niel zu fahren, wo wir sie unterstellen dürfen, bis wir geeignete Räume für das Kreativhaus im Haus Mifgash gefunden haben. Die Tische sind viel zu schade zum Wegwerfen, sie haben erst im Canisius Center, dann im Mifgash Laden für das Kinder- und Familienprojekt mit Bassam, Ruth und Magda gute Dienste geleistet. Im Moment müssen die drei pausieren, und die Möbel sollen jetzt schnell aus ihrem Zwischendomizil in der Stadthalle heraus. Die anderen Möbel, alte grüne Schultische vor allem, müssen wohl auf den Sperrmüll gebracht werden. Wer helfen kann, melde sich bitte bei mir, T.R.

Das nächste Konzert von KLEFOR ist am Sonntag, 17.9., um 16 Uhr, auf dem Zeelandschen Hof, 500m hinter der Hömischen Mühle zwischen Keeken und Niel, just hinter der Grenze auf niederländischer Seite. Wir spielen dort im Rahmen des 3UferFestivals. Wie das ohne Elvis an der Darabuka gehen soll, können wir uns kaum vorstellen. Das Programm insgesamt ist riesengroß und bunt und von hoher Qualität. Hier ist alles zu finden – nicht wundern, unser Konzert steht noch gar nicht drauf … https://www.3oeverfestival.nl/nl/programma/muziek?layout=timeline&start=40

Eine weitere EInladung hat durchaus auch mit dem Schicksal der Bajramovs und der Flüchtlingspolitik zu tun: 3 Tage vor der Wahl
am Donnerstag, 21. September, stellen sich die BundestagskandidatInnen im Wahlkreis KLeve unter anderem den Fragen zu sozialer Geechtigkeit, Klimaschutz, und Innenpolitik und eben auch zur Flüchtlingspolitik. Moderator ist der Chefredakteur der Bistumszeitung „Kirche und Leben“, Dr. Christof Haverkamp. Die Veranstaltung im Kolpinghaus KLeve , Kolpingstraße 11, beginnt um 19:30 Uhr.

Soweit dieser Rundbrief. Es grüßt herzlich im Namen des Vorstands

Thomas Ruffmann


Rundbrief vom 1. September

Liebe Mitglieder,

der Rundbrief Nr. 1 nach dem Festival ist recht kurz. Eine erste Nachlese in Bildern findet ihr auf den Facebook-Seiten Mifgash Community und Mifgash Festival 2017. Ich persönlich hatte den Eindruck, dass es wieder ein wirklich tolles Festival war,  wie immer mit vielen zwanglosen Begegnungen in einer wunderbar familiären Atmosphäre. Aber ich hätte mir zum Beispiel doch noch mehr BesucherInnen gewünscht … Die Festival AG ist sehr interessiert an euren Rückmeldungen! Also schickt uns gerne ein Feedback per Mail oder auch auf den facebook Seiten …!

„LadenhüterInnen“ werden dringend gesucht für unseren Laden In der Kavariner Str. 44. Aus dem jetzigen Team können einige nicht weitermachen wegen Krankheit oder Studium oder … Wer Ladendienst übernehmen will, sollte vor allem Lust auf Leute haben, 2 Std. am Nachmittag pro Woche Zeit haben und gerne auch ein bisschen Eigeninitiative entfalten, um eigene Talente in den Laden einzubringen. Wir können aber auch Hintergrund-ManagerInnen und Organisationstalente gebrauchen.

Am Montag, 4.9., gibt es entgegen der Mitteilung im letzten Rundbrief keinen Großen Küchentisch! Wir informieren rechtzeitig über den neuen Start in veränderter Form im Laden … Es könnte Oktober werden. Aber an eben diesem Montag wird sehr wohl die Reihe „Ich höre, also bin ich“ – mit Literatur, Kunst, Musik fortgesetzt:

Politische Lyrik des 20. Jahrhunderts Unter diesem Thema findet im Rahmen der Reihe „Ich höre, also bin ich“ von Haus Mifgash am Montag, 4. September, 19.30 Uhr, im Kolpinghaus Kleve, Kolpingstr. 11, die dritte Lesung dieses Jahres statt.

Lyrik ist politisch, die Politik ist nicht ohne Lyrik. Lässt sich Politisches besser ausdrücken als in Gedichten? – Marcel Reich-Ranicki: „Wer dichtet, der widersetzt sich der Willkür und dem Chaos. … Lyrik ist Lebensbejahung, eine Antwort auf Bedrohung und Gefährdung.“

Horst Müller und das „Ich höre, also bin ich“-Quartett tragen Texte vor von Nelly Sachs, Ingeborg Bachmann, Hilde Domin, Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky, Ernesto Cardenal und anderen.

Musikalische Begleitung mit Werken von Wolf Biermann und Konstantin Wecker; für den künstlerischen Blickwinkel zeichnet Wilfried Porwol verantwortlich.

Herzliche Grüße, im Namen des Vorstands

Thomas Ruffmann


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