Rundbrief vom 4. Oktober 2017

Liebe Mitglieder, liebe FreundInnen,

zunächst eine formlose Mini-Umfrage: Der große Küchentisch pausiert ja schon etwas länger, unser Mifgash-Laden hat sich noch nicht zu dem informellen Treffpunkt für Mitglieder und Neugierige entwickelt, der er immer auch sein sollte … im Verein gibt es einige Stimmen, die eine (un)regelmäßige Austauschmöglichkeit vermissen. Auch gibt es neue Mitglieder und Interessierte, denen wir zur Zeit kein Angebot zum zwanglosen Kennenlernen des Vereins machen können. Wie geht es Ihnen/Euch? Würdet ihr gerne ein- oder zweimal im Monat die Gelegenheit nutzen wollen, sich zum Austausch über wichtige (Vereins-)Themen und zum besseren Kennenlernen zu treffen? Denkbar wären z.B. thematische Gesprächstermine (mit kleinem Mitbringbüffet) oder ein „Jour fix“, an dem zuverlässig einige Vorstandsmitglieder anzutreffen sind oder … Was wünschen Sie sich, was würdet ihr nutzen? Jede Antwort zwischen 2 und 200 Wörtern wird uns erfreuen und helfen bei der Planung.
Herzliche Grüße,
Thomas Ruffmann


Rundbrief vom 10. September

Liebe Mitglieder,

ich bitte um Verständnis, dass ich heute einen sehr persönlichen, traurigen und (an)klagenden Rundbrief schreibe. Der Anlass ist leider überhaupt kein besonderer, sondern Regelfall in unserer deutschen Republik. Die Regierungen sprechen zwar  weiterhin von Willkommenskultur und Integration, betreiben aber de facto eine Politik der Abschreckung und des Zurückstoßens – im Mittelmeer, in Griechenland,  und auch in Deutschland selbst. Hier heißt das Ganze „Abschiebung“ oder aber – zynisch und verfälschend – „freiwillige Ausreise“.
In dieser Woche müssen wir also Lebewohl sagen zu Elvis und Sanela Bajramov und ihren Kindern Bajram, Kevin, Sultan, Abdul und Emrin.  Vielen von uns, besonders im Orchester KLEFOR, sind sie ans Herz gewachsen, sie sind unsere Freunde geworden seit langem. Im März/April haben wir ihr Schicksal im Rundbrief beschrieben – insbesondere  auch das unrechtmäßige Vorgehen des BAMF, wodurch ihnen die Möglichkeit zur Klage genommen wurde – und zu einer Spendenaktion aufgerufen. Das Ergebnis will ich an dieser Stelle gerne mitteilen: Durch die Spenden von Mifgashmitgliedern und vielen weiteren Menschen in Kleve konnte die Familie ein kleines Häuschen in Skopje kaufen, so dass sie nun zumindest ein Dach über dem Kopf haben, wenn sie ankommen in dieser Stadt, in der sie niemanden kennen. Das Haus hat keine Fensterrahmen und kein Fensterglas und – natürlich – weiß die Familie nicht, wie sie Arbeit finden und wovon sie leben kann. Zuallererst aber haben sie Angst vor den unkalkulierbaren Übergriffen der Grenzbeamten. Viele Rückkehrer in der letzten Zeit wurden gezwungen, eine „Strafe“, de facto ein Erpressungs- oder Schutzgeld zu zahlen. Konnten sie das nicht, wurde meist die Mutter ins Gefängnis gesteckt und der Vater musste draußen sehen, wie er das geforderte Geld auftreiben kann. – Das Flugzeug geht am Donnerstag ab Dortmund. So werden dann fast alle unsere Roma-Freunde und Musiker wieder in Serbien und Mazedonien sein. Dass sie als Kinder in Deutschland zur Schule gegangen sind, dass ihre Kinder  wiederum gut gelernt haben in der Schule und hier integriert sind, das zählt nicht. Dass die Nazis ebenso wie die Juden auch die Roma systematisch verfolgt und eine halbe Million von ihnen ermordet haben, und dass daraus eine besondere Verpflichtung für unser Land erwächst gegenüber denjenigen, die heute bei uns Zuflucht suchen, davon will die offizielle Politik überhaupt nichts wissen. Das die EU eine Dekade der Inklusion der Roma ausgerufen hat, in der von 2005 bis 2015 wenig passiert ist, weiß kaum ein Mensch. Wie schon in den 90er Jahren schränken wir das Asylrecht in dem Moment erneut ein, in dem es von vielen Schutzsuchenden in Anspruch genommen wird.

Nun kommt die erste Bitte: Wir suchen noch eine Fahrerin oder einen Fahrer für die Fahrt zum Flughafen. Abflugszeit erfahren wir erst am Montag. Insgesamt brauchen wir 2 Autos oder einen Kleinbus. Benzinkosten erstattet unser Verein.
Die zweite Bitte: Die Familie hat nur einen Koffer, braucht aber insgesamt 5 Koffer oder große Reisetaschen. Wer hat zuhause noch so etwas, das nicht gebraucht wird? Am besten am Montagabend abgeben, denn … hier folgt …
die Einladung: Wir von KLEFOR wollen gerne ein Abschiedsessen organisieren – mit Musik natürlich …  Dazu laden wir alle, die den Bajramovs Lebewohl und Auf Wiedersehen (ja!!!)  sagen wollen, herzlich ein für Montag, 11.9., 19.30 Uhr, ins Caritas-Kontaktcafé. Wir wollen wieder ein Mitbring-Büffet aufbauen. Wer kann, möchte bitte etwas für das Büffet mitbringen!

Und dann noch eine ganz andere Bitte: Wer kann helfen – mit Anhänger oder Transporter – zwei große Werktische aus der Stadthalle abzuholen und nach Niel zu fahren, wo wir sie unterstellen dürfen, bis wir geeignete Räume für das Kreativhaus im Haus Mifgash gefunden haben. Die Tische sind viel zu schade zum Wegwerfen, sie haben erst im Canisius Center, dann im Mifgash Laden für das Kinder- und Familienprojekt mit Bassam, Ruth und Magda gute Dienste geleistet. Im Moment müssen die drei pausieren, und die Möbel sollen jetzt schnell aus ihrem Zwischendomizil in der Stadthalle heraus. Die anderen Möbel, alte grüne Schultische vor allem, müssen wohl auf den Sperrmüll gebracht werden. Wer helfen kann, melde sich bitte bei mir, T.R.

Das nächste Konzert von KLEFOR ist am Sonntag, 17.9., um 16 Uhr, auf dem Zeelandschen Hof, 500m hinter der Hömischen Mühle zwischen Keeken und Niel, just hinter der Grenze auf niederländischer Seite. Wir spielen dort im Rahmen des 3UferFestivals. Wie das ohne Elvis an der Darabuka gehen soll, können wir uns kaum vorstellen. Das Programm insgesamt ist riesengroß und bunt und von hoher Qualität. Hier ist alles zu finden – nicht wundern, unser Konzert steht noch gar nicht drauf … https://www.3oeverfestival.nl/nl/programma/muziek?layout=timeline&start=40

Eine weitere EInladung hat durchaus auch mit dem Schicksal der Bajramovs und der Flüchtlingspolitik zu tun: 3 Tage vor der Wahl
am Donnerstag, 21. September, stellen sich die BundestagskandidatInnen im Wahlkreis KLeve unter anderem den Fragen zu sozialer Geechtigkeit, Klimaschutz, und Innenpolitik und eben auch zur Flüchtlingspolitik. Moderator ist der Chefredakteur der Bistumszeitung „Kirche und Leben“, Dr. Christof Haverkamp. Die Veranstaltung im Kolpinghaus KLeve , Kolpingstraße 11, beginnt um 19:30 Uhr.

Soweit dieser Rundbrief. Es grüßt herzlich im Namen des Vorstands

Thomas Ruffmann


Rundbrief vom 1. September

Liebe Mitglieder,

der Rundbrief Nr. 1 nach dem Festival ist recht kurz. Eine erste Nachlese in Bildern findet ihr auf den Facebook-Seiten Mifgash Community und Mifgash Festival 2017. Ich persönlich hatte den Eindruck, dass es wieder ein wirklich tolles Festival war,  wie immer mit vielen zwanglosen Begegnungen in einer wunderbar familiären Atmosphäre. Aber ich hätte mir zum Beispiel doch noch mehr BesucherInnen gewünscht … Die Festival AG ist sehr interessiert an euren Rückmeldungen! Also schickt uns gerne ein Feedback per Mail oder auch auf den facebook Seiten …!

„LadenhüterInnen“ werden dringend gesucht für unseren Laden In der Kavariner Str. 44. Aus dem jetzigen Team können einige nicht weitermachen wegen Krankheit oder Studium oder … Wer Ladendienst übernehmen will, sollte vor allem Lust auf Leute haben, 2 Std. am Nachmittag pro Woche Zeit haben und gerne auch ein bisschen Eigeninitiative entfalten, um eigene Talente in den Laden einzubringen. Wir können aber auch Hintergrund-ManagerInnen und Organisationstalente gebrauchen.

Am Montag, 4.9., gibt es entgegen der Mitteilung im letzten Rundbrief keinen Großen Küchentisch! Wir informieren rechtzeitig über den neuen Start in veränderter Form im Laden … Es könnte Oktober werden. Aber an eben diesem Montag wird sehr wohl die Reihe „Ich höre, also bin ich“ – mit Literatur, Kunst, Musik fortgesetzt:

Politische Lyrik des 20. Jahrhunderts Unter diesem Thema findet im Rahmen der Reihe „Ich höre, also bin ich“ von Haus Mifgash am Montag, 4. September, 19.30 Uhr, im Kolpinghaus Kleve, Kolpingstr. 11, die dritte Lesung dieses Jahres statt.

Lyrik ist politisch, die Politik ist nicht ohne Lyrik. Lässt sich Politisches besser ausdrücken als in Gedichten? – Marcel Reich-Ranicki: „Wer dichtet, der widersetzt sich der Willkür und dem Chaos. … Lyrik ist Lebensbejahung, eine Antwort auf Bedrohung und Gefährdung.“

Horst Müller und das „Ich höre, also bin ich“-Quartett tragen Texte vor von Nelly Sachs, Ingeborg Bachmann, Hilde Domin, Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky, Ernesto Cardenal und anderen.

Musikalische Begleitung mit Werken von Wolf Biermann und Konstantin Wecker; für den künstlerischen Blickwinkel zeichnet Wilfried Porwol verantwortlich.

Herzliche Grüße, im Namen des Vorstands

Thomas Ruffmann


Rundbrief vim 17. August 2017

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde,

der Höhepunkt des Mifgash-Jahres nähert sich. Hier kommt ein kompakter Bericht zum Festival (durchscrollen bitte, falls ich wieder zu ausschweifend schreibe). Wer schon weiß, dass sie oder er im Lande sein wird, aber noch keine Karten hat … auf zum Vorverkauf bitte: Es gibt drei praktische Möglichkeiten: Buchhandlung Hintzen, Mail an gf@mifgash.de  und eventim … siehe Text.

Und bitte eifrig Werbung machen, auf Facebook teilen, diese Mail weiterleiten … oder schlicht viele Leute persönlich einladen. Das diesjährige Festival wird mindestens so schön wie die vergangenen, da sind wir uns in der Vorbereitungsgruppe sicher. Das Programm ist noch umfangreicher und vielfältiger geworden. Es geht schon um 14 Uhr los – und zwar keineswegs nur für die Kleinen. Und das Musikprogramm auf der großen Bühne, das um 18.30 Uhr startet, endet erst um Mitternacht. Ach, Ihr wisst das ja schon alles … aber hier steht es nochmals anschaulich zusammengefasst.

Die detaillierte Programmübersicht mit allen Anfangszeiten steht ab Samstag auf Facebook, und wir schicken sie auch in der nächsten Woche nochmal als Rundbrief.

Es gibt aber auch ein Mifgash-Leben vor und nach dem Festival:
Morgen schon, Freitag, um 18 Uhr sollte man sich in der Kleinen Kirche an der Böllenstege die Abschlusspräsentation unseres diesjährigen Jugendtanzprojekts anschauen: TanzRaum.Kleve: 26 junge Leute zwischen 12 und 21 Jahren haben eine Woche lang alles gegeben und zugleich viel Freude gehabt am gemeinsamen Tanz. Wie das aussieht und sich anhört … kann man morgen um 18 Uhr erleben -… Ausschnitte gibt es höchstwahrscheinlich auch auf dem Festival zu sehen – live natürlich.

Am Samstag ab 10 Uhr oder vielleicht auch erst 10.30 Uhr wird eine kleinere Abordnung von KLEFOR auf dem Wochenmarkt neben Nils Roths Kaffeewagen einen Vorgeschmack auf das Festival geben — halbwegs trockenes Wetter vorausgesetzt. Wir haben uns vorgenommen, nur solche Lieder und Tänze zu spielen, die wir auf dem Festival nicht spielen werden. Damit ja niemand denke, nun habe er schon alles gehört 😉

Und dann sehen wir uns also alle am Samstag, 26., auf dem Meyerhof. Wir sehen uns alle, das meine ich wörtlich, denn das Mifgash Festival ist ja nicht einfach ein Musik- und Tanzfest, das man als Publikum konsumiert. Nein hier erleben fast alle immer wieder intensive Begegnungen mit anderen Menschen – alten Bekannten ebenso wie gänzlich neuen. Schon so manche Freundschaft ist hier in den letzten Jahren geboren worden.

Am Tag nach dem Festival kann man gerne  um 11 Uhr zum Brunch und gemeinsamen Aufräumen kommen, auch wenn man sich nicht in die Helferliste eingetragen hat – wir haben wieder über 30 aktive Helferinnen und Helfer gewinnen können.

Und am Montag, 4.9., steigt schon die nächste Ausgabe von „Ich höre, also bin ich … “ im Kolpinghaus. Das Programm hänge ich hier  an. Es folgt aber wohl auch noch kurzfristig eine Erinnerung.
An diesem Abend kann man richtiggehend ein persönliches Nach-Festival erleben, wenn man erst um 18Uhr zum Großen Küchentisch geht und dann weiterwandert zur Lesung … ob KLEFOR an dem Abend auch probt, ist noch nicht ganz klar. Vielleicht kommen wir auch alle einmal zur Lesung… obwohl es immer derselbe Abend ist ..

Also denn – bis morgen, Samstag auf dem Wochenmarkt  oder Samstag 26.8. auf dem Meyerhof oder Montag, 4.9. in der Caritas oder im Kolpinghaus. Es gibt Mitglieder, die werden überall dabei sein!  Auch Lust bekommen … ?

Herzlich im Namen des Vorstands

Thomas Ruffmann

4. Mifgash-Festival am 26. August ab 14:00 auf dem Meyerhof
Am Samstag, 26. August, geht das Mifgash-Festival bereits zum 4. Mal auf dem Meyerhof über die Bühne. Am Klever Stadtausgang, Uedemer Str. 15, gelegen, mit einem intimen Konzertsaal und der großen Musikscheune, umgeben von einem Parkgelände mit den unterschiedlichsten Natur-Räumen, stellt sich hier während des großen Musik- und Begegnungsfestes des Vereins Haus Mifgash eine fast schon magische Atmosphäre ein. Für den diesjährigen musikalischen Top-Act hat man sich mit den Klever Jazz Freunden zusammengetan und so konnte die international renommierte Elektro Swing Band Tape Five an den Niederrhein geholt werden.

 

Schon um 18.30 Uhr wird das Musikprogramm auf der großen Bühne durch die Kalle Breakers und weitere phänomenale junge Tanztruppen aus Kleve eröffnet. Um 19:00 spielt das Klever Freundschaftsorchester KLEFOR um 20:30 startet der Hauptact TAPE FIVE. Die afrikanisch-niederländischen Voodoo Vibes spielen ab 22.30 Uhr das musikalische Finale. Immer ist die Musik in der Konzertscheune absolut tanzbar.

 

Mifgash ist das hebräische und auch arabische Wort für Begegnung. In diesem Jahr öffnet das Festival schon ab 14 Uhr seine Tore. So gibt es noch mehr Raum und Zeit für die zahlreichen Begegnungs- und Mitmachaktionen wie Kinderschminken, Beachvolleyballturnier und kurze Salsa Workshops. Ein erster Höhepunkt steht schon um 16 Uhr auf dem Programm, wenn das TiK-Figurentheater aus Emmerich ein phantasievolles Stück zum Thema Integration präsentiert. Auf der Festivalwiese kann man Kontakt zu Klever Vereinen und Initiativen aufnehmen , die sich ebenfalls für ein solidarisches, faires Zusammenleben einsetzen. Nicht nur die Liebe, auch die Begegnung geht bekanntlich durch den Magen. Das Alevitische Kulturzentrum Emmerich bereitet wieder türkische herzhafte und süße Leckereien frisch zu. Weiter gibt es syrische und afrikanische kalte und warme Speisen und erstmals auch einen Wagen mit Kaffeespezialitäten und einen Stand, der kleine Desserts anbietet.

 

Eintrittskarten

VVK 12 EUR/6 EUR

AK 14 EUR/ 7 EUR

Kinder bis 14 Jahre sowie Mitglieder der Klever Jazz Freunde haben freien Eintritt

 

Zentrale VVK-Stellen sind die Buchhandlung Hintzen, Hagsche Str. 46-48, 47533 Kleve, Tel.: 02821-26655 und www.eventim.de

Kartenvorbestellung unter gf@mifgash.de

Tagesaktuelle Informationen unter www.mifgash.de und auf der Facebookseite „Mifgash-Festival 2017“

 

 


Rundbrief vom 7. Juli 2017

Liebe Mitglieder,

wir laden sehr herzlich ein zur nächsten Stolpersteinverlegung am Montag.

Nach den Verlegungen im November 2016 und Februar 2017 werden am 10.07.2017 in der Zeit von 10.00 Uhr bis etwa 12.30 Uhr weitere 13 Stolpersteine in Kleve verlegt. 

Bei dieser Verlegung wird in besonderer Weise deutlich, dass die jüdischen Mitbürger in der bürgerlichen Gesellschaft von Kleve fest verwurzelt und engagiert waren. Die Namen mehrerer Geschäftsinhaber, eines Rechtsanwaltes, eines Arztes und eines Fotografen waren in Kleve bestens bekannt und gut beleumundet. Alle Opfer der Diktatur haben bis vor ihrer Vertreibung, Emigration, Inhaftierung und Ermordung Spuren hinterlassen, die Mifgash e.V. dank der sorgfältigen Arbeit der Historikerin Helga Ullrich-Scheyda dokumentiert hat und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt (www.mifgash/erinnern/stolpersteine).

Wie bereits bei den früheren Verlegungen sind auch bei dieser Verlegung eine Schule eingebunden. Das KAG beteiligt sich mit einem Bläserensemble. Die Schülerinnen und Schüler haben unter der Leitung ihres Lehrers Sebastian Thimm mehrere Arrangements einstudiert, die dem ernsten Anlass Rechnung tragen. Bereits ab 09.45 Uhr wird das Ensemble auf dem Fischmarkt die Arrangements zu Gehör bringen, bis dann um 10.00 Uhr vor dem Haus Große Str. 90 die ersten Steine verlegt werden. Es folgen dann weitere Verlegungen in der Hagschen Str., Hagsche Poort und in der Kasinostr.

An jeder Verlegestelle erfolgen kurze Informationen über die Menschen, deren Namen sich auf den Stolpersteinen befinden.

Beteiligt ist auch die Interessensgemeinschaft Klever Allgemeinärzte, die sich in besonderer Weise für das Gedenken an den jüdischen Arzt Dr. Ernst Spier engagiert. Die Evangelische Gemeinde Kleve erinnert in einem Wortbeitrag insbesondere an den Fotografen Wilhelm Ballizany, dessen „Verbrechen“ darin bestand, als evangelischer Christ eine sog. Mischehe mit einer jüdischen Frau (Dorothea Cosman) einzugehen.

Am Ende der Veranstaltung (ca. 12.30 Uhr) wird Bürgermeisterin Sonja Northing in der Kleinen Kirche an der Böllenstege ein Grußwort sprechen. Ron Manheim wird Ballizany-Fotos präsentieren, ehe die Aktion mit einer Orgelmeditation ausklingt.

Die AG Geschichte würde sich freuen, wenn viele Vereinsmitglieder durch ihre Anwesenheit diese wichtige Erinnerungsarbeit unseres Vereins unterstützen würden.

Edmund Verbeet


Rundbrief vom 28. Juni 2017

Liebe Mitglieder,

dürfen wir noch einmal erinnern an die heutige Mitgliederversammlung um 19.30 Uhr im Kolpinghaus? Einladung und Rechenschaftsbericht (Teil 1) in der Anlage. Geht es nach unserer Planung, wird es im formellen Teil kürzer (aber nicht dünner) als in den letzten Jahren. Freuen Sie sich auf einen wirklich gelungenen und farbigen Film über das Kunstprojekt „Weg – Way – Swarib“ im zweiten Teil des Programms – und auf eine musikalisch-lyrische Überraschung, die sich die Geschäftsführerin überlegt hat…!

Und dann gibt es vor den Sommerferien noch einige Veranstaltungen, an denen unser verein höchst aktiv beteiligt ist und zu denen wir herzlich einladen:

Am Sonntag, 2.7., lädt der Förderverein Schlösschen Borghees zum „Day for Peace“ ein. KLEFOR spielt dort live von 12 bis 12.30 Uhr. Für unsere treuen Fans sei vermerkt: Ihr bekommt wieder neue Lieder zu hören, mehr neue als alte jedenfalls! Einladung und Programm siehe hier:http://www.co-works.eu/index.php/de/?option=com_acymailing&ctrl=archive&task=view&mailid=291&key=bOSAgoJV&subid=178-8BHDjMXmj3rhT8&tmpl=component

Ebenfalls am Sonntag, 2.7., lädt der Kulturraum Klevrland, in dem auch Haus Mifgash mitarbeitet, zur Klever Kulturmeile anlässlich des 775. Geburtstages der Stadt ein: KLEFOR ist natürlich auch dabei, und zwar und 18.00 Uhr, dann auch mit Monique Lansdorp, unserer musikalischen Leiterin und „Queen of the folk violin“. Das Programm finden Sie hier:http://klever-jazzfreunde.net/?p=1036

Insider-Informationen zu KLEFOR kann man aktuell immer in der öffentlichen (!) Facebook-Gruppe nachlesen:https://www.facebook.com/groups/1716729681941615/

AmMontag, den 3. Juli ist es wieder soweit: Dergroße Küchentisch wartet darauf gedeckt zu werden, ab 17.30 Uhr  im Caritas-Kontaktcafé. Vorherige Anmeldung bei Michael Meuten ist erbeten (michael@meuten.com, spontanes Kommen ist aber nach wie vor auch möglich und löst manchmal besondere Freude aus).

Und amMittwoch, den 5. Juli hat die HSRW gemeinsam mit der Arbeitsstelle für Friedens- und Konfliktforschung eine höchst interessante Tagung zum interreligiösen Dialog  vorbereitet, zu dem die interessierte außeruniversitäre Öffentlichkeit ganz nachdrücklich eingeladen ist. Die letzte Gesprächsrunde über den Dialog im Alltag unserer Region wird fast durchgehend von Menschen bestritten, die unserem Verein verbunden sind. Das Tagungsprogramm liest sich vielversprechend, wohltuend nah an der Praxis. Hier lesen Sie alles Wissenswerte zur Tagung, die kostenfrei besucht werden kann und zu einer Zeit ab dem Nachmittag stattfindet, die auch für Berufstätige die Teilnahme möglich macht.  https://www.facebook.com/groups/1716729681941615/
und hier ist das Programm: https://www.hochschule-rhein-waal.de/sites/default/files/documents/2017/06/08/new_hsrw-_interreligioeser_dialog-tagungsprogramm_es.pdf

Und zum Abschluss wieder der Hinweis:Das Mifgash-Festival findet am Samstag, den 26. August von 14 bis 24 Uhr statt, natürlich wieder auf dem Meyerhof. Das Programm wird in der nächsten Woche veröffentlicht. Es wird auf jeden Fall noch bunter, Begegnung bleibt das Zauberwort …

Sehen wir uns da oder dort oder überall?!!

Herzlich

Thomas Ruffmann

stv. Vorsitzender Haus Mifgash e.V.


Rundbrief 2. Juni: Pfingstmontag GroKüTi Büffett und KLEFOR KONZERT

Liebe Mitglieder, liebe Freund*innen,

sehen wir uns in großer Zahl zum GroKüTi Spezial am Pfingstmontag,5.5.,  mit anschließendem KLEFOR Konzert für Dalibor?

Der Große Küchentisch war von langer Hand geplant, aber wir haben ihn jetzt leicht verändert:

Das GroKüTi-Duo Andrea und Michael ruft uns alle ab 18 Uhr (oder gerne auch ein bisschen früher) ins Café Haus Schmidthausen, Düffelgaustr. 83, in Keeken. Für das Essen sorgen wir in guter GroKüTi Manier selbst, diesmal als Mitbring-Büffett: Wer kommt und kann, möge etwas mitbringen – auf das alle lecker satt werden können und sich schon beim Entlangprobieren am Büffett Gespräche entspinnen. (Man darf aber auch kommen ohne eine gefüllte Schüssel oder Platte in der Hand!)

Anlass für den Ortswechsel ist vor allem die nach wie vor empörende Schattenseite unserer deutschen Flüchtlingspolitik: Das Klever Freundschaftsorchester KLEFOR  möchte, nein wir möchten gar nicht, aber wir müssen „Auf Wiedersehen Dalibor!“ rufen. Und  KLEFOR verbindet das mit einem Wunschkonzert für Dalibor, Beginn ca. 19 Uhr.  Monique Lansdorp, the Queen of the klezmer violin und unsere musikalische KLEFOR Chefin,  wird dabei sein und das Publikum darf sich darauf freuen, dass sie diesmal gemeinsam mit Dalibor ganz schön auspacken wird – so wie wir das früher schon manchmal nach Mitternacht in Spontansessions in der Caritas erlebt haben.  Weitere Gäste und Überraschungen sind möglich und erhofft!!! Wir wünschen Dalibor  und seiner Familie, dass sie es entgegen allen Widrigkeiten und der schlimmen Diskriminierung von Roma in Serbien schaffen, sich wieder eine halbwegs gesicherte Existenz aufzubauen. Und wir rufen „Auf Wiedersehen!“, weil wir sie alle wiederzusehen hoffen. Wir wollen versuchen, Dalibor und seinen im Februar schon zurück gegangenen Bruder Sebastian möglichst bald zu einer kleinen Tournee wieder nach Deutschland zu holen. Und Serbien bleibt EU Beitrittskandidat Nr. 1 – warum soll man darauf nicht hoffen trotz aller derzeitigen Stagnation und Rückwärtsentwicklung!? Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, aber wir hoffen auf viele kleine oder auch manch größere Spenden für eine Starthilfe für unsere Freunde….

Das Foto zeigt die mobile Hälfte von KLEFOR beim EInzug ins Haus Koekkoek vor 2 Wochen, Dalibor ist rechts vorne im Bild. Die andere Häfte des Orchesters wartete im Salon …

https://drive.google.com/file/d/0BwRPW4sE-SWEaWh0NUlCTTFkWkE/view?usp=sharing

Und dann kommt nur eine Woche später die nächste Haus Mifgash Veranstaltung, zu der wir ebenso herzlich einladen … Jeden Montag, das ist ein vertrauter Mifgash-Rhythmus …:

Dichter und Clown

Unter diesem Thema findet im Rahmen der Reihe „Ich höre, also bin ich“ von Haus Mifgash am Montag, 12. Juni, 19.30 Uhr, im Kolpinghaus Kleve, Kolpingstr. 11, die zweite Lesung dieses Jahres statt.

Der niederländische Clown und Autor Ton Kurstjens trägt an diesem Abend eigene Gedichte aus seinem Buch „Ein wanderndes Herz“ vor über Themen, die ihm wichtig sind: Liebe, Leidenschaft, Lachen und anderes mehr. Er wird über sein „Clowning“ erzählen und ist offen für den Austausch mit dem Publikum. Das „Ich höre, also bin ich“-Quartett – Karlheinz Geurtz, Mara Laue, Christa Gerritzen und Heinz van de Linde – liest „Der Clown sagte nein“ in einem gesonderten Teil der Veranstaltung vor. Nicht nur der Clown in der Geschichte verweigert sich, die Zirkustiere tun es ihm gleich. Ein bravouröses Beispiel von Selbstbestimmung.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen und gehen ans Haus Mifgash e. V. Das Buch von Ton Kurstjens kann man an diesem Abend signiert erwerben.

Forum Internationale Politik: Kirchen als Integrationshelfer?

Am Mittwoch, 14.6., um 18 Uhr, gibt es im VHS-Haus Kleve an der Hagschen Poort, den dritten Abend in der Sommerserie des Forums Internationale Politik, organisiert in Zusammenarbeit von Haus Mifgash, VHS und HSRW Fakultät Gesellschaft und Ökonomie.  Mit Prof. Dr. Eva-Maria Hinterhuber von der HSRW dikutieren wir an verschiedenen deutschen Beispielen darüber, ob und wie Kirchen und Religionsgemeinschaften als Integrationshelfer wirken (können).

Und schließlich ein werbender Hinweis auf zwei wichtige, schöne, gute Veranstaltungen von Mifgash-Partnern und Freunden zu Themen, die uns allen am Herzen liegen.

Mit herzlichen Grüßen, im Namen der Vorstandskolleg*innen

Thomas Ruffmann
http://mailchi.mp/7986c3b63c17/hx00s8vut9-1248069?e=2249285cba
Unterwegs
Regie: Crischa Ohler, Sjef van der Linden
  Neun Monate waren wir mit 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ‚unterwegs‘, um uns mit ihnen auf eine Reise durch dieses Thema zu begeben. Zum 4.Mal seit 2012 haben wir ein ‚Inklusionstheaterprojekt‘ angeboten, in dem sich interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger der Region, Bewohner*Innen sowie Mitarbeiter*Innen der LVR Klinik Bedburg-Hau – und zum 1.Mal auch geflüchtete Menschen regelmäßig trafen und arbeiteten, aber auch gemeinsam kochten und füreinander sorgten.

Wie immer in diesen Theater-Projekten standen Erfahrungen und Erlebnissen, Ideen und Phantasien der Teilnehmer*Innen im Mittelpunkt. Aus ihren Texten, Übungen und Improvisationen ist ein berührendes Theaterstück höchster Aktualität entstanden. Es erzählt von den unterschiedlichen Motiven und Weisen ‚unterwegs‘ zu sein: Urlaub oder Flucht – Luxus oder Existenznot  – auf einer inneren oder äußeren Reise – mit schwerem oder leichtem Gepäck oder gar keinem – auf der Suche nach dem Glück? Zu sich selbst?  Sind wir nicht alle unterwegs? Immer? UNTERWEGS SEIN – das Leben?

11.6. um 16 Uhr,  Weitere Vorstellungen am 24.6. um 19.30 h und am 08.7. um 18.00 h
Alle Vorstellungen im Theater mini-art, Eintritt 8,-/ermäßigt 5,-

https://www.hochschule-rhein-waal.de/de/event/tagung-interreligioeser-dialog-wissenschaft-und-praxis
Mittwoch
05.07.2017
13:30 Uhr
Hochschule Rhein-Waal
Tagung „Interreligiöser Dialog in Wissenschaft und Praxis“
Gebäude 01 (Hörsaalzentrum), Erdgeschoss, Raum 005

Interreligiöser Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis

Deutschland ist eine plurireligiöse Gesellschaft, in der Angehörige verschiedenster Religionen und Weltanschauungen zusammenleben. Religionszugehörigkeit kann dabei ebenso Ausgangspunkt von Konflikten sein wie zu Respekt und Akzeptanz von Pluralität beitragen.

Dem interreligiösen Dialog wird angesichts gegenwärtiger gesellschaftlicher Herausforderungen von staatlicher ebenso wie von (zivil-)gesellschaftlicher Seite eine hohe Aufmerksamkeit entgegengebracht. Vor diesem Hintergrund widmet sich die Tagung sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus praxisorientierter Perspektive u.a. folgenden Fragen: Wie kann der Dialog zwischen Religionen und Weltanschauungen gefördert werden? Trägt der interreligiöse Dialog auf transnationaler Ebene zur Einhaltung der globalen Norm der Religionsfreiheit bei? Verstärkt religiös motivierte Philanthropie in der Engagementlandschaft Grenzziehungen zwischen Religionsgemeinschaften oder trägt sie zur Brückenbildung bei? Und: Welche Herausforderungen birgt der Dialog zwischen den Religionen in regionalen Zusammenhängen?

Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende und Studierende der Hochschule Rhein-Waal und steht auch den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Kleve offen. Im Anschluss an die Vorträge ist jeweils Zeit für Diskussion mit dem Publikum.

Das Programm können Sie hier einsehen und runterladen.
https://www.hochschule-rhein-waal.de/sites/default/files/documents/2017/05/30/hsrw-_interreligioeser_dialog-tagungsprogramm.pdf

 


Rundbrief vom 22. Mai 2017

Liebe  Mitglieder,

am vergangenen Samstag haben einige von Ihnen/Euch die Endpräsentation des Kunstprojekts „Weg – Way – Sawarib“ mit jungen Geflüchteten und Einheimischen im und am Museum B.C. Koekkoek Haus mit verfolgt. Viele der im Projekt entstandenen Werke – Selbstportraits, Plastiken mit starkem biografischem Bezug und große Leinwände mit deutlichen politischen Botschaften – waren im 2. OG des Museums zu sehen. Auf dem Koekkoepkplatz gab’s Theater und Performance, und im Haus spielte am Abend das KLEFOR – mitreißend und lebendig wie immer! Als es endlich Nacht wurde über Kleve, gab es Open AIr Kino der anderen Art an der Fassade des ehrwürdigen Künstlerhauses: die filmische Dokumentation zu diesem Projekt war kongenial und oft überraschend. Der Projektinitiatorin Nicole Peters und ihren beiden Mitstreitern als künstlerischen Leitern, Bassam Alkhouri und Severin Roth, ist es gelungen, in 10 Wochen Arbeit mit der Gruppe eindringliche Werke von großer Kraft und Originalität zu schaffen. Haus Mifgash war als Mitveranstalter neben dem BBK Niederrhein, der VHS und dem Leeren Raum beteiligt. Die Neu-Klever, aus Afrika, Arabien und Afghanistan/Iran zu uns geflüchtet, sind mit dieser Aktion mehr als nur symbolisch in der guten Stube unserer Stadt angekommen!

Bilder vom Projekt sind zum Teil schon auf unserer facebookseite zu sehen. Den Film zeigen wir nochmal auf der Mitgliederversammlung am 28. Juni.

Und schon folgt die nächste Einladung, diesmal zum International Africa Day an der HSRW, auf dem Platz hinter der Bücherei, am 24.5. Mai von 16 bis 20 Uhr. Auch hier sind wir als Haus Mifgash aktiv beteiligt. Das Frauencafé im Haus Mifgash mit Maria Schneider-Bless hat einen tollen Stand vorbereitet, an dem es selbst genähte afrikanische KLeidung und lukullische Spezialitäten und manch anderes zu bewundern und auch zu kaufen geben wird.

Was es sonst noch gibt – viel LIve Musik und Kultur und Spezialitäten aus vielen afrikanischen Ländern – finden Sie im Anhang!

Sehen wir uns am Mittwochnachmittag am Haus Mifgash Stand auf dem Campus? Es ist den afrikanischen Studierenden zu wünschen, dass die ganze Stadt ihrer Einladung zum gemeinsamen Feiern folgt!

Mit herzlichen Grüßen

Thomas Ruffmann

Kontaktadresse zum International Africa Day
Sandra Osei
Founder: RiTA
 


Rundbrief vom 9. Mai 2017

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden zu drei Veranstaltungen am 10.5., 12.5. und 20.5. herzlich ein!

Mit herzlichen Grüßen
Thomas Ruffmann

10.5., 18 Uhr, VHS-Haus
Forum Internationale Politik mit Prof. Dr. Jakob Lempp
Brexit, Populismus & Co: Europa, quo vadis?

„In jüngster Zeit hat das Bewusstsein spürbar zugenommen, dass internationale Politik und das alltägliche Leben in einer Region wie dem Niederrhein unmittelbar miteinander verwoben sind.“
Das Forum Internationale Politik – ein Gemeinschaftsunternehmen der Hochschule Rhein-Waal, der VHS Kleve und des Vereins Haus Mifgash – setzt hier an und lädt zu einer zweiten Serie von Diskussionsveranstaltungen ein.

Am Mittwoch, 10, Mai, um 18 Uhr im VHS-Haus gibt Prof. Dr. Jakob Lempp, Dekan der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie und Spezialist für Internationale Politik, eine pointierte Einführung zum Thema
„EU, quo vadis – nach Brexit, Populismus & Co.?“ Der Politologe beschreibt die akute Gefährdung des Projekts der Europäischen Einigung durch den überall erstarkenden Nationalismus und Populismus.
„Dabei funktioniert die EU weit besser, als ihr schlechtes Image nahelegt“ – davon ist  der streitbare Wissenschaftler überzeugt. Und er wird seine Analyse  mit Überlegungen zu Strategien für Europa abschließen.
Es ist eine gute Übung im Forum Internatinale Politik, dass der größte Teil des Abends für die Diskussion eingeplant ist. Der Eintritt ist frei.

Die weiteren Termine: Am 31.5. fragt Prof. Dr. Alexander Brand „Entwicklungshilfe als Waffe gegen Terror oder Mauer gegen Migration?“ Am 14.6. untersucht Prof. Dr. Eva Maria Hinterhuber
die Rolle der großen Religionen als Konfliktverursacher oder aber Integrationshelfer.

Flyer L-Politik


Freitag, 12.5.,19
.30 Uhr, B.C. Koekkoek-Haus
Performance und Gelegenheit zum Ausstellungsbesuch und Gespräch mit den Flüchtlingen, die im Projekt „Weg -Way – Sawarib“ teilgenommen haben.

Samstag, 20.5., 16 Uhr, 19.30 Uhr, 20.00 – 23.00 Uhr, B.C.Koekkoek-Haus
Performance, Videoprojektion, Gelegenheit zum Ausstellungsbesuch und Gespräch mit den Flüchtlingen, die im Projekt „Weg -Way – Sawarib“ teilgenommen haben, Konzert mit KLEFOR


Rundbrief vom 20. April 2017

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde,

zunächst bitte Kalender zücken und folgende Termine vormerken:

Mittwoch, 28.6., 19.30 Uhr, Kolpinghaus Kleve, Mitgliederversammlung Haus Mifgash

Samstag, 26.8., 14-24 Uhr, Meyerhof, 4. Mifgash Festival

Der Große Küchentisch hatte sich eine Pause verordnet. Weiter geht es am Montag, 1. Mai, um 17.30 Uhr und ab dann jeweils am ersten Montag des Monats, also 5.6. (Pfingstmontag) und 3.7. Mehr dazu bitte unten lesen – und anmelden bis 26.4.!

Der Mifgash-Laden auf der Kavariner Str. 44 wurde am 30.3. feierlich und gesellig mit kulinarischen und musikalischen Häppchen eröffnet. Jetzt werden weitere MitarbeiterInnen gesucht, die  für mindestens 2 Stunden  pro Woche im Laden arbeiten wollen. Bitte unten weiterlesen!

Die Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge in unserem Verein und im Umfeld ist groß. Für den Nothilfefonds wurden bereits über 2000 EUR gespendet. Dafür an dieser Stelle allen Spendern herzlichen Dank. Der größte Teil davon wurde bereits an Hilfsbedürftige weitergeleitet, überwiegend für Anwalts- und Gesundheitskosten, die die Flüchtlinge nicht alleine tragen konnten.  Aktuell bitten wir besonders um Hilfe für die Familie Bajramov  – beim KLEFOR-Konzert am 26.2. im Theater mini art haben wir bereits dazu aufgerufen! Die Kurzfassung (ausführliche Infos bitte unten lesen!): Aus Angst vor den Folgen einer Abschiebung hat sich die Familie  mit schwerem Herzen und viel Angst für die „freiwillige“ Ausreise nach Mazedonien  entschieden. Für Balkan-Flüchtlinge gibt es keine Rückkehrhilfen, von denen in den Medien immer die Rede ist. Die Familie braucht aber – mindestens – ein Dach über dem Kopf. Daher bitten wir erneut – und recht dringend – um Spenden mit dem Vermerk „Nothilfefonds – Familie Bajramov“ auf das Konto von Haus Mifgash IBAN: DE28 3245 0000 0030 0170 81

Mehr Neues und Aktuelles zum Haus Mifgash wie immer auf unserer Internetseite mifgash.de  und auf www.facebook.com/HausMifgash/

Mit herzlichen Grüßen

Thomas Ruffmann

 

Nothilfefond für die Familie Bajramov

(verfasst von Kurt Stynen, der die Familie seit drei Jahren kennt, und ergänzt von Thomas Ruffmann, über die Musik zum Freund der Familie geworden)

„Wir bitten Euch/Sie um eine kleine Geldspende von 10-20 Euro (wer`s kann, gerne etwas mehr), die einer Roma-Familie aus Mazedonien zukommen soll, die nach fast drei Jahren Aufenthalt in Kleve in Kürze wird ausreisen müssen trotz aller besonderen Umstände. Es ist die Familie von Elvis Bajramov – viele Mifgash-Mitglieder kennen Elvis als rhythmusfesten und feurigen Darabukaspieler im KLEFOR.

Menschen, die die Situation der Familie kennen, finden die Entscheidung angesichts der Integrationserfolge und der Dinge, die die Familie bei Abschiebung erwarten, extrem hart. Hinzu kommt, dass ihnen durch einen Fehler des BAMF die Ablehnung des Asylantrags (die bereits vor 2 jahren erfolgte, wovon aber auch die KLever Auusländerbehörde nichts wusste) nicht zugestellt wurde und ihnen dadurch einen Klagemöglichkeit verwehrt wurde. Bajramovs haben fünf Kinder im schulpflichtigen und Kindergartenalter. Alle gehen seit 2,5 Jahren zur Schule/ in den Kindergarten/ zu Sportvereinen und haben sich bestens entwickelt, wie die vorliegenden Gutachten aussagen. Die Abschiebung gefährdet definitiv das Kindeswohl. Die Fluchtgründe liegen bei der Familie noch dramatischer als bei „bloßer Armut“, da ihnen in Mazedonien – dies ist dokumentiert – ihre Hütte von mafiosen Banden über Nacht abgebrannt wurde und sie ohne Bleibe waren. Eben wegen dieser banden können sie auch nicht in  ihren Heimatort zurückkehren, sondern müssen in der Hauptstadt Skopje ein Dach über dem Kopf suchen.

Dies ist nun nicht der Ort und die Zeit, über die Berechtigung von Fluchtgründen und die von Abschiebung zu diskutieren, hier geht es „nur“ noch um die humanitäre Frage. Bajmarovs werden ihre bescheidenen Besitztümer in ein paar Koffer packen müssen, werden vermutlich per Flugzeug oder Fernbus nach Skopje gebracht und sind dann auf sich alleine gestellt. Wie man hört, behandeln die mazedonischen Behörden zurückkehrende, abgeschobene Menschen als Republikflüchtige, die mit hohen Geldstrafen zur Kasse gebeten werden. Es kursieren Berichte, dass einem Elternteil eine mehrmonatige Gefängnisstrafe droht, sollten Strafen nicht gezahlt werden können, als Konsequenz daraus landen fünf Kinder mit einem Elternteil auf der Straße. Davon abgesehen, wer ein wenig von den Lebensverhältnissen von Roma-Familien in den Balkanländern weiß, dem sind die katastrophalen, für uns kaum vorstellbaren Lebensverhältnisse bekannt.

Ich weiß, dass wir alle ein bestimmtes Roma-Bild im Kopf haben, geprägt durch Fernsehbilder der Duisburger Roma-Häuser und rumänische Profibettler auf den Straßen. Glauben Sie mir, dass die Familie Bajramov nicht unter diese Kategorie fällt, ich kenne sie nun seit drei Jahren. Man muss auch sagen, dass die deutsche Gesellschaft bzw. die Arbeitsbürokratie die wiederholten Versuche des Vaters, Arbeit zu bekommen, nicht belohnt hat. Ich habe es selbst mehrfach erlebt, wie er an unnötigen Hindernissen und engherziger Skepsis gescheitert ist.

Die Menschen, die die Familie persönlich seit langem kennen, werden mit größeren Beträgen sie für die Rückkehr finanziell unterstützen. Bei dem Risiko, bei der Rückkehr massiv mit Geldforderungen konfrontiert zu werden, und angesichts der Notwendigkeit , eine einigermaßen menschenwürdige Bleibe für sieben Personen zu finden, müsste aber die Summe größer sein.

Wir bitten Sie/Euch sehr herzlich darum, eine kleine Spende zu leisten. Wir spüren diesen Betrag nicht in unserem Portemonnaie, aber wenn viele im Sinne eines humanitären „crowd funding“ helfen, und sei es nur mit einem kleinen Betrag, dann kann die Familie wenigsten am Anfang das Allerschlimmste, zumindest für eine gewisse Zeit, abwenden.

Wer dem folgen möchte, bitte ich möglichst schnell seine Spende auf das Vereinskonto von Haus Mifgash zu überweisen. Von dort aus wird das Geld weitergeleitet. Wenn Sie eine Spendenquittung möchten, bitte Adresse vermerken. Auf jeden Fall in die Betreffzeile „Flüchtlingshilfe Familie Beajramov“ eintragen. Konto: Haus Mifgash, iban: DE28 3245 0000 0030 0170 81 , BIC WELADED1KLE

Danke!“

 


» Ältere Einträge