Rundbrief vom 8. Dezember 2017

Liebe Mitglieder,

die Family Singers Pfalzdorf präsentieren am Sonntag, 10.12., um 17 Uhr in der Stadthalle KLeve ihr neues Musical Subway all-ein. Dringender Tipp: Hingehen, und das nicht nur, weil der Erlös des Abends für die Arbeit von Haus Mifgash gespendet wird (wofür wir an dieser Stelle schon mal herzlich danken.) Das Musical ist ausverkauft!

Es ist ein ewig aktuelles Thema, mit viel Schwung, Engagement und musikalisch-schauspielerischem Können in über einjähriger Probenarbeit umgesetzt und jetzt zuerst in Kevelaer und dann am Sonntag in Kleve auf die Bühne gebracht.

Hier kann man viel mehr erfahren und auch den Trailer anschauen:

https://www.subway-all-ein.de/%C3%BCber-das-musical.html

Karten gibt es zum Preis von 21,– /ermäßigt 11 EUR beim Bürgerbüro Kleve und an anderen Stellen (siehe Website …)

Und dann hat unser Verein mal wieder etwas Überraschendes zu vermelden. Am 12.12. ist die Presse in den Mifgash-Laden in der Kavariner Str. eingeladen, aber unsere Mitglieder sollen es schon jetzt erfahren. Gerade gestern sind sie druckfrisch von der Druckerei gekommen und von vielen helfenden Händen eingetütet worden: 14 historische Postkarten mit Ansichten vom Synagogenplatz/Reitbahn/Schwanenburg, als Mäppchen ab 12.12. zum Preis von 7,90 EUR erhältlich (Preismeldung unter Vorbehalt) . Wir wollen damit aufmerksam machen auf unsere Planungen zum Bau des Hauses der Begegnung an diesem geschichtsträchtigen Ort – und auch ein klein wenig zur Finanzierung der nächsten Arbeitsschritte beitragen Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack:

Mit herzlichen Grüßen

Thomas Ruffmann

 


Rundbrief vom 20. April 2017

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde,

zunächst bitte Kalender zücken und folgende Termine vormerken:

Mittwoch, 28.6., 19.30 Uhr, Kolpinghaus Kleve, Mitgliederversammlung Haus Mifgash

Samstag, 26.8., 14-24 Uhr, Meyerhof, 4. Mifgash Festival

Der Große Küchentisch hatte sich eine Pause verordnet. Weiter geht es am Montag, 1. Mai, um 17.30 Uhr und ab dann jeweils am ersten Montag des Monats, also 5.6. (Pfingstmontag) und 3.7. Mehr dazu bitte unten lesen – und anmelden bis 26.4.!

Der Mifgash-Laden auf der Kavariner Str. 44 wurde am 30.3. feierlich und gesellig mit kulinarischen und musikalischen Häppchen eröffnet. Jetzt werden weitere MitarbeiterInnen gesucht, die für mindestens 2 Stunden pro Woche im Laden arbeiten wollen. Bitte unten weiterlesen!

Die Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge in unserem Verein und im Umfeld ist groß. Für den Nothilfefonds wurden bereits über 2000 EUR gespendet. Dafür an dieser Stelle allen Spendern herzlichen Dank. Der größte Teil davon wurde bereits an Hilfsbedürftige weitergeleitet, überwiegend für Anwalts- und Gesundheitskosten, die die Flüchtlinge nicht alleine tragen konnten. Aktuell bitten wir besonders um Hilfe für die Familie Bajramov – beim KLEFOR-Konzert am 26.2. im Theater mini art haben wir bereits dazu aufgerufen! Die Kurzfassung (ausführliche Infos bitte unten lesen!): Aus Angst vor den Folgen einer Abschiebung hat sich die Familie mit schwerem Herzen und viel Angst für die „freiwillige“ Ausreise nach Mazedonien entschieden. Für Balkan-Flüchtlinge gibt es keine Rückkehrhilfen, von denen in den Medien immer die Rede ist. Die Familie braucht aber – mindestens – ein Dach über dem Kopf. Daher bitten wir erneut – und recht dringend – um Spenden mit dem Vermerk „Nothilfefonds – Familie Bajramov“ auf das Konto von Haus Mifgash IBAN: DE28 3245 0000 0030 0170 81

Mehr Neues und Aktuelles zum Haus Mifgash wie immer auf unserer Internetseite mifgash.de und auf www.facebook.com/HausMifgash/

Mit herzlichen Grüßen

Thomas Ruffmann

 

Nothilfefond für die Familie Bajramov

(verfasst von Kurt Stynen, der die Familie seit drei Jahren kennt, und ergänzt von Thomas Ruffmann, über die Musik zum Freund der Familie geworden)

„Wir bitten Euch/Sie um eine kleine Geldspende von 10-20 Euro (wer`s kann, gerne etwas mehr), die einer Roma-Familie aus Mazedonien zukommen soll, die nach fast drei Jahren Aufenthalt in Kleve in Kürze wird ausreisen müssen trotz aller besonderen Umstände. Es ist die Familie von Elvis Bajramov – viele Mifgash-Mitglieder kennen Elvis als rhythmusfesten und feurigen Darabukaspieler im KLEFOR.

Menschen, die die Situation der Familie kennen, finden die Entscheidung angesichts der Integrationserfolge und der Dinge, die die Familie bei Abschiebung erwarten, extrem hart. Hinzu kommt, dass ihnen durch einen Fehler des BAMF die Ablehnung des Asylantrags (die bereits vor 2 jahren erfolgte, wovon aber auch die KLever Auusländerbehörde nichts wusste) nicht zugestellt wurde und ihnen dadurch einen Klagemöglichkeit verwehrt wurde. Bajramovs haben fünf Kinder im schulpflichtigen und Kindergartenalter. Alle gehen seit 2,5 Jahren zur Schule/ in den Kindergarten/ zu Sportvereinen und haben sich bestens entwickelt, wie die vorliegenden Gutachten aussagen. Die Abschiebung gefährdet definitiv das Kindeswohl. Die Fluchtgründe liegen bei der Familie noch dramatischer als bei „bloßer Armut“, da ihnen in Mazedonien – dies ist dokumentiert – ihre Hütte von mafiosen Banden über Nacht abgebrannt wurde und sie ohne Bleibe waren. Eben wegen dieser banden können sie auch nicht in ihren Heimatort zurückkehren, sondern müssen in der Hauptstadt Skopje ein Dach über dem Kopf suchen.

Dies ist nun nicht der Ort und die Zeit, über die Berechtigung von Fluchtgründen und die von Abschiebung zu diskutieren, hier geht es „nur“ noch um die humanitäre Frage. Bajmarovs werden ihre bescheidenen Besitztümer in ein paar Koffer packen müssen, werden vermutlich per Flugzeug oder Fernbus nach Skopje gebracht und sind dann auf sich alleine gestellt. Wie man hört, behandeln die mazedonischen Behörden zurückkehrende, abgeschobene Menschen als Republikflüchtige, die mit hohen Geldstrafen zur Kasse gebeten werden. Es kursieren Berichte, dass einem Elternteil eine mehrmonatige Gefängnisstrafe droht, sollten Strafen nicht gezahlt werden können, als Konsequenz daraus landen fünf Kinder mit einem Elternteil auf der Straße. Davon abgesehen, wer ein wenig von den Lebensverhältnissen von Roma-Familien in den Balkanländern weiß, dem sind die katastrophalen, für uns kaum vorstellbaren Lebensverhältnisse bekannt.

Ich weiß, dass wir alle ein bestimmtes Roma-Bild im Kopf haben, geprägt durch Fernsehbilder der Duisburger Roma-Häuser und rumänische Profibettler auf den Straßen. Glauben Sie mir, dass die Familie Bajramov nicht unter diese Kategorie fällt, ich kenne sie nun seit drei Jahren. Man muss auch sagen, dass die deutsche Gesellschaft bzw. die Arbeitsbürokratie die wiederholten Versuche des Vaters, Arbeit zu bekommen, nicht belohnt hat. Ich habe es selbst mehrfach erlebt, wie er an unnötigen Hindernissen und engherziger Skepsis gescheitert ist.

Die Menschen, die die Familie persönlich seit langem kennen, werden mit größeren Beträgen sie für die Rückkehr finanziell unterstützen. Bei dem Risiko, bei der Rückkehr massiv mit Geldforderungen konfrontiert zu werden, und angesichts der Notwendigkeit , eine einigermaßen menschenwürdige Bleibe für sieben Personen zu finden, müsste aber die Summe größer sein.

Wir bitten Sie/Euch sehr herzlich darum, eine kleine Spende zu leisten. Wir spüren diesen Betrag nicht in unserem Portemonnaie, aber wenn viele im Sinne eines humanitären „crowd funding“ helfen, und sei es nur mit einem kleinen Betrag, dann kann die Familie wenigsten am Anfang das Allerschlimmste, zumindest für eine gewisse Zeit, abwenden.

Wer dem folgen möchte, bitte ich möglichst schnell seine Spende auf das Vereinskonto von Haus Mifgash zu überweisen. Von dort aus wird das Geld weitergeleitet. Wenn Sie eine Spendenquittung möchten, bitte Adresse vermerken. Auf jeden Fall in die Betreffzeile „Flüchtlingshilfe Familie Beajramov“ eintragen. Konto: Haus Mifgash, iban: DE28 3245 0000 0030 0170 81 , BIC WELADED1KLE

Danke!“

 


Wir trauern um den Tod eines Flüchtlings aus Kleve, Henjin Cheng.

Im vergangenem Jahr kehrte er freiwillig nach ca. 8 Jahren zurück nach China, nachdem er keine Hoffnung mehr hatte, in Kleve ein Bleiberecht zu bekommen.

Er lebte 6 Jahre in der Sammelunterkunft Stadionstraße und ca. 1 Jahr in einer Wohngemeinschaft für Flüchtlinge in der Klever Oberstadt.

Durchgehend arbeitete er im Rahmen der 1-Euro-Job-Regelung am Friedhof Merowingerstraße, wo er die Parkanlagen und Wege pflegte.

Er war immer freundlich und hilfsbereit, lernte bereitwillig Deutsch bei unseren ehrenamtlichen LehrerInnen und war handwerklich sehr geschickt. Für unseren Weihnachtsbasar hat er viele Schlüsselanhänger kunstvoll geknüpft und uns geschenkt, dafür wollte er kein Geld haben. Auch hat er sich sehr für die Vorbereitung unseres ersten Mifgash-Festivals 2014 eingesetzt.

Er soll in China nach einer 2-monatigen Gefängnisstrafe nach Hause entlassen worden sein; kurz darauf wurde er nachts auf der Straße tot aufgefunden.


Nachbarschaftsmusik Videos

Videos vom 18. April 2016

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