Liebe Mitglieder,
wir laden zu zwei Mifgash-Veranstaltungen herzlich ein:
Am Samstag, 2.9., von 14 bis 17 Uhr, öffnet die Kunstbude in der Unterstadt erstmals ihre Tore – nunja, es ist nur eine Tür! Seit 2018 schon hat der Künstler Bassam Alkhouri gemeinsam mit Theater im Fluss eine Idee umgesetzt, für die er zuvor schon länger und in einem kleineren Format im Haus Mifgash aktiv war: nämlich einen kreativen und sozialen Begegnungsort zu schaffen für Kinder, Familien und Nachbar:innen. Genau das ist die Kunstbude am Beethovenplatz nun schon seit 5 Jahren!
Lange hat Bassam dann davon geträumt, uns in Haus Mifgash dafür begeistert und viele Kontakte geknüpft, um auch in der Unterstadt einen solchen kreativen Ort für das Quartier zu schaffen. Nach langer Vorbereitungszeit ist es nun soweit. Das SOS-Kinderdorf und der Quartiermanager Michael Giesekiewicz sind tatkräftig eingestiegen, haben einen Bauwagen gefunden und diesen anschließend gemeinsam mit Bassam und seiner neuen Kunstbudenpartnerin Stefanie Dennstedt in wochenlanger Arbeit aufgemöbelt, bis das „grüne Wunder“ entstand. Die Stadt Kleve hat bei der Standortsuche sehr schnell und unbürokratisch gehandelt. Und so wird die Kunstbude Nr.2 am kommenden Samstag seinen neuen Standort am Spoyufer unterhalb der Herzogbrücke finden. Haus Mifgash ist als Koop-Partner mit im Boot und verantwortlich für die inhaltliche Arbeit, die weiterhin von Bassam und Stefanie geleitet und geleistet wird. Wer Lust hat, kreativ mit Kindern zu arbeiten, ist herzlich willkommen um das Team als Freiwillige:r zu verstärken. Der SOS-Quartiermanager wird auch regelmäßig mitmachen und Ansprechpartner sein für die Fragen und Sorgen der Menschen im Qaurtier, die während der gemeinsamen kreativen Arbeit schon mal leichter geäußert werden können.
Nun aber erstmal die Einladung: Kommt gucken, staunen und klatschen am Samstag von 14 bis 17 Uhr. Bringt gerne eure Kinder mit und lasst euch anstecken von unserem neuen (alten) Mifgash Projekt Kunstbude! Zur Eröffnung werden auch einige KLEFOR-Musiker:innen dabei sein. Sie haben (Kinder)Lieder und Rhythmen aus aller Welt im Gepäck.
Und am Samstag, 16.9., laden wir alle Mitglieder und Freund:innen herzlich ein zu einer Exkursion in eine der schönsten und viel zu wenig bekannten niederländischen Städte: Deventer an der Ijssel. Wir wollen uns zunächst das Etty-Hillesum-Centrum anschauen, das bei der Gründung unseres Vereins unser Vorbild war – als Ort, an dem an die jüdische Philosophin Etty Hillesum und die jüdische Geschichte Deventers erinnert wird und der zugleich kultureller Treffpunkt für Menschen aus allen Kulturen sowie eine Beratungsstelle gegen Diskriminierung ist. An diesem Samstag interessiert uns mit Blick auf unser nun zu bauendes Haus der Erinnerung die Geschichte der jüdischen Bürger:innen Deventers.
Dazu erzählen uns zunächst Aktive des Etty-Hillesum-Centrums von ihrer praktischen Arbeit. Eine Stärkung mit einem broodje und kopje koffie darf nicht fehlen, bevor wir auf einem geführten Stadtrundgang die reiche jüdische Geschichte der Stadt kennenlernen, die mit dem Holocaust nicht endete. Wir freuen uns dabei auch besonders auf die Fortsetzung der Gespräche mit Manja Pach, Initiatorin des EHC sowie der Gedenkstätte Kamp Westerbork, und von Beginn an Patin und Ratgeberin für unser Haus Mifgash. Sie war die Festrednerin auf unserer Gründungsversammlung im Jahr 2013, hat zuletzt das Kaddish am 9. November in Kleve gesprochen und war Ehrengast bei Ron Manheims Ehrenmitgliedschaftsfeierstunde (wieder so ein schönes langes deutsches Wort, das es bisher noch nicht gab …) .
Der Zeitplan: WIr fahren um 9.45 Uhr in Fahrgemeinschaften mit einigen Autos nach Deventer. Um 11 Uhr werden wir im Etty Hillesum Centrum erwartet. Der Stadtrundgang startet um 13 Uhr. Anschließend kann man in kleinen Gruppen entscheiden, wer wie lange bleiben möchte. Achtung: Deventer ist verführerisch!
Wer mitfahren möchte, melde sich bitte per Mail bei michael@meuten.com an. Kosten 7,50 EUR pP für die Stadtführung. Sprit- oder Stromkosten übernimmt der Verein.
Ansonsten bitte schon die folgenden Termine im Kalender vormerken:
Samstag, 7.10., 14 – 2 Uhr Mifgashtival 14 Uhr ab Heinz-Will-Platz: Friedensspaziergang durch die Innenstadt – ab 15.30 Uhr Festival mit Begegnung, Musik, Gesprächen, Aktionen und mehr auf dem HSRW Campus – ab 22 Uhr SIlent Disco im Radhaus
Dienstag, 10.10., vorauss. 17 Uhr – Verleihung des Rheinlandtalers an unseren Verein
Montag, 23.10., 17 und 20 Uhr Film in den Tichelpark Kinos: Walter Kaufmann – Welch ein Leben! https://www.walterkaufmannfilm.de/
Am Sonntag, 13. August, um 19 Uhr wird es heiß im Cinque-Spiegelzelt auf der Wiese hinter dem Tiergarten. In jedem Fall musikalisch heiß, denn dann begibt sich das Klever Freundschaftsorchester KLEFOR zusammen mit dem Publikum auf eine höchst abwechslungsreiche Reise von Amsterdam nach Odessa und weiter hinein in den Orient.
KLEFOR wurde 2015 im Verein Haus Mifgash gegründet. Die musikalische Philosophie ist einfach: Begegnung im Medium der Musik! Das Orchester spielt die traditionellen Lieder und Tänze aus den Herkunftskulturen der Mitglieder, dazu gemeinsame Lieblingsstücke und Neukompositionen; mal ganz pur aus der jeweiligen Musiktradition, mal in einem wagemutigen Crossover, immer mit viel Raum für Improvisation und musikalische Kommunikation im Moment. Es darf geträumt, geweint, gelacht und vor allem getanzt werden.
Beim Konzert im Spiegelzelt spielt das Weltmusikorchester in seiner neuen großen Besetzung mit Mariyana Zacharieva (voc), Beate Walther (voc, git), Kristin Lemhöfer (clar), Mariwan Azizi und Thomas Ruffmann (vi), Ursula Capecki (piano), Cece Demirovic (acc), Aref Ahmad (saz, voc), Noah von Hoch (perc, voc) und Bernard Majkowski (perc). Die Zehn freuen sich besonders auf den Gastauftritt von Farid Gheisary, der mit der iranischen Flöte Nay in den ersten vier KLEFOR-Jahren das Publikum begeistert hat und inzwischen zur ersten Garde der iranischen MusikerInnen in Köln zählt.
Das Konzert ist Teil der zweiwöchigen Veranstaltungsreihe im Cinque-Spiegelzelt. einer im Jahr 1947 gebauten Zeltkonstruktion mit rotbraunem Mahagoniholz und glitzernden Kristallspiegeln, in der bis zu 300 Menschen die nostalgische Atmosphäre mit der Bühne geniessen können. Infos zum Gesamtprogramm hier: www.cinquespiegelzelt.de
Sonntag, 13.8.2023 Einlass 18 Uhr Beginn 19 Uhr
Eintritt frei, Hut geht herum

Das Tanzprojekt TanzRaum.Kleve soll nun zum achten Mal in der ersten Sommerferienwoche stattfinden. Angesprochen sind wieder Jugendliche aus Kleve und jene, die aus anderen Herkunftsländern zu uns geflüchtet sind.
Wir freuen uns auf Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren, die gerne tanzen und in der ersten Ferienwoche (26.06. – 30.06.23) gerne dabei sein möchten. Bei uns wird nicht nur getanzt, sondern hier entstehen auch neue Freundschaften.
Eine Veranstaltung der Landesvereinigung kulturelle Jugendarbeit NRW und der Landesarbeitsgemeinschaft Tanz NRW in Kooperation mit VHS Kleve, KALLE Kinder- und Jugendzentrum, Joseph-Beuys-Gesamtschule, Gesamtschule am Forstgarten, Haus Mifgash Kleve, gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW.
Anmeldung bitte ab sofort per Mail an
vhs@kleve.de oder
info@jz-kalle.de oder
per Post an VHS Kleve, Hagsche Poort 22, 47533 Kleve
Liebe Mitglieder und FreundInnen,
wir haben 3 sehr schöne und wichtige Einladungen, die wir teilen möchten:
1. Unsere Praktikantinnen Giuia und Chloe stellen sich vor und laden herzlich ins Mifgash-Café ein;
2. Zur Erinnerung: Ab heute gibt es jeden Donnerstag um 20 Uhr eine Meditationsgruppe mit Gesine van der Grinten im Mifgash Treff
3. Am Freitag von 15 bis 17 Uhr findet eine Solidaritätskundgebung für die Menschen in der Ukraine und die zu uns Geflüchteten auf dem Koekkoekplatz statt.
Herzliche Grüße
Thomas Ruffmann
Hier die Einzelheiten:
1. Der Mifgashtreff ist ab sofort montags bis freitags von 11 bis 19 Uhr auf und wartet auf Gäste! Auf Euch zum Beispiel!
Lest hier die Vorstellung unserer beiden Gastgeberinnen Giulia und Chloe, die im Februar und März ihr Praktikum bei uns machen!
„Hi, wir sind Giulia (Sie/Ihr) und Chloe (Sie/Fae) und unterstützen die Projekte im Haus Mifgash als Praktikantinnen. Wir studieren zusammen ‘Gender and Diversity’ an der Hochschule Rhein-Waal, hier in Kleve, und wollen unsere theoretisches Wissen, mit der praktischen Arbeit in diesem Haus der Begegnung verbinden. Ihr werdet uns vorwiegend antreffen, wenn wir die verschiedenen Projekte und Aktionsgruppen unterstützen, oder wenn wir das Cafe (Mo-Fr, 13-19 Uhr) im Februar und im März betreuen. Ihr seid herzlich willkommen vorbeizukommen, und unser kostenloses Angebot von heißen Getränken wie Kaffee und Tee, Snacks und manchmal frischen Waffeln zu genießen. Alle sind willkommen, unabhängig von Sexualität, Geschlechtsidentität, Religion, ethnischem und kulturellem Hintergrund.“
2. Wir laden herzlich ein zu einem neuen Angebot im Mifgashtreff, Kavariner Str. 44, ab sofort jeden Donnerstag von 20 bis 21 Uhr
MEDITATION, mit Gesine van der Grinten
Donnerstags von 20:00 – 21:00 Uhr
Start: 23. Februar 2023 (Gratis/Spende)
„There is no way to happiness – happiness is the way“
Thich Nhat Hanh
Diese wunderbare Aussage ließe sich abwandeln in:
„ There is no way to peace – being peace is the way“
Wie kann es uns gelingen in diesen herausfordernden Zeiten Frieden zu sein? Mit Hilfe von Meditationstechniken können wir erlernen Freude zu kultivieren und fähig zu sein Leiden in uns selbst zu erkennen und zu verwandeln. Aus dem Verständnis des eigenen Leidens erwächst Mitgefühl und Verbundenheit.
„ (…) Meine Freude ist wie der Frühling so warm,
dass sie Blumen auf der ganzen Welt erblühen lässt.
Mein Schmerz ist wie ein Tränenstrom, so mächtig,
dass er alle vier Meere auffüllt.
Bitte nenne mich bei meinem wahren Namen,
damit ich all mein Weinen und Lachen zugleich hören kann,
damit ich sehe,
dass meine Freude und mein Schmerz eins sind.
Bitte nenne mich bei meinem wahren Namen,
damit ich erwache,
damit das Tor meines Herzens von nun an offen steht –
das Tor des Mitgefühls.
Thich Nhat Hanh
3. Am Freitag, 24.2., genau ein Jahr nach dem völker- und menschenrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands in der Ukraine, lädt eine Initiative rund um die Deutschlehrerin an der Joseph-Beuys-Gesamtschule Alina Mykhailenko (Geflüchtete aus der Ukraine) zu einer Solidaritätsveranstaltung ein: Von 15 bis 17 Uhr auf dem Koekkoekplatz, Redebeiträge sind geplant u.a. von Christoph Riedl und Peter Schönrock.
Liebe Mitglieder und FreundInnen von Haus Mifgash,
das Neue Jahre möge friedlicher und gesünder sein als das alte. Das wünschen wir uns alle. Damit das aber kein naiver, frommer Wunsch bleibt, können wir das Unsere dazu beitragen. In aller Unbescheidenheit dürfen wir uns ab und an selbst daran erinnern, dass die Begegnungs- und Erinnerungsarbeit in unserem Verein einen gar nicht so kleinen Beitrag zu einer friedlicheren Welt (ausgehend von unserer Stadt) leistet.Während ich dies schreibe und eigentlich nur darauf hinweisen will, welche schönen neuen Begegnungsmöglichkeiten sich im Neuen Jahr bereits eröffnen, fällt mir ein, dass ich wohl eine wunderbare Nachricht aus dem Alten Jahr noch gar nicht offiziell mitgeteilt habe: Unser Verein wird im Jahr 2023 für sein Engagement mit dem Rheinlandtaler geehrt. Anders als in der Presse zu lesen, gilt diese Ehrung ausdrücklich dem Verein – also uns allen! Daher an dieser Stelle großen Dank an alle, die aktiv oder auch „nur“ durch ihre Unterstützung als „stilles“ Mitglied dazu beitragen, dass unser Verein weiterhin auf so vielen Begegnungsfeldern aktiv ist.
Über diese Ehrung ist auf der Internetseite des LVR zu lesen: Mit dem neuen Rheinlandtaler, der mehr ist als der bisherige Kulturpreis, „…zeichnet der LVR weiterhin einzelne Personen, Organisationen oder Unternehmen aus, die sich in besonderer Weise im Rheinland engagieren. Dieses ausgezeichnete Wirken muss sich an den Werten und Handlungsfeldern des LVR ausrichten. Die großen Themenfelder des LVR werden in zwei Preiskategorien gefasst: „Gesellschaft“ und „Kultur“. Engagement für gleichberechtigte, inklusive Gesellschaft wird gewürdigt. Der Einsatz für ein gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen, ungehindert ihres Geschlechts, Alters, ihrer sexuellen Orientierung, Kultur, Religion oder einer körperlichen oder geistigen Behinderung wird zusätzlich und im Besonderen bei der Auswahl der Preisträger*innen berücksichtigt. Der Rheinlandtaler in den Kategorien „Gesellschaft“ und „Kultur“ wird jährlich an rund 30 Personen verliehen. Dabei werden die beiden Kategorien gleichermaßen mit jeweils etwa 15 Preisträger*innen bedacht. Die einzelnen Preisträger*innen erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.“
So und nun geht es mit frischem Mut weiter, und wir laden im Neuen Jahr ein, den Mifgash Treff doch öfter mal aufzusuchen, insbesondere am Freitag oder Montag:
Ab kommenden Freitag, 13.1., öffnet wieder unser Mifgash-Café von mindestens 15.30 bis 17 Uhr, bei dem regelmäßig einige Aktive aus dem Vorstand und Ladenteam anwesend sind und meist auch speziell eingeladene oder einfach hereinschauende Gäste. An diesen Freitagnachmittagen ergeben sich über das Kennenlernen häufig spontan intensive Gespräche über „Gott und die Welt“. Es sei nicht verschwiegen, dass man manchmal auch ein bisschen arbeiten muss, z.B. aufräumen oder Bilder umhängen … Sollte der Freitagnachmittag einmal ausfallen müssen, versuchen wir das auf fb und insta kundzutun. Möglichst auch auf unserer Internetseite. Aber die ist ein bisschen komplexer und schwerfälliger … Wir arbeiten dran, dass wir dort auch immer quasi stündlich aktuell sind.
Und ab kommenden Montag, 16.1., gibt es ein neues Erzählcafé von 18 bis 19.30 Uhr mit dem Titel „Lebenslinien“. Gastgeber sind dann Thomas Brückner und Garib Deniz, die mit den Gästen über die jeweiligen Lebensgeschichten ins Gespräch kommen wollen. Den Anfang machen die beiden selbst, die in ihren 50 oder fast 70 Jahren so einiges erlebt und zu erzählen haben. Also, folgt Eurer Neugier und lasst sie am Montag nicht allein! Das Ganze ist zugleich eine Fortsetzung unseres großen und erfolgreichen Projekts „BotschafterInnen der Vielfalt“.Mit herzlichen Grüßen
Thomas
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