Rundbrief vom 22. Mai 2017

Liebe Mitglieder,

am vergangenen Samstag haben einige von Ihnen/Euch die Endpräsentation des Kunstprojekts „Weg – Way – Sawarib“ mit jungen Geflüchteten und Einheimischen im und am Museum B.C. Koekkoek Haus mit verfolgt. Viele der im Projekt entstandenen Werke – Selbstportraits, Plastiken mit starkem biografischem Bezug und große Leinwände mit deutlichen politischen Botschaften – waren im 2. OG des Museums zu sehen. Auf dem Koekkoepkplatz gab’s Theater und Performance, und im Haus spielte am Abend das KLEFOR – mitreißend und lebendig wie immer! Als es endlich Nacht wurde über Kleve, gab es Open AIr Kino der anderen Art an der Fassade des ehrwürdigen Künstlerhauses: die filmische Dokumentation zu diesem Projekt war kongenial und oft überraschend. Der Projektinitiatorin Nicole Peters und ihren beiden Mitstreitern als künstlerischen Leitern, Bassam Alkhouri und Severin Roth, ist es gelungen, in 10 Wochen Arbeit mit der Gruppe eindringliche Werke von großer Kraft und Originalität zu schaffen. Haus Mifgash war als Mitveranstalter neben dem BBK Niederrhein, der VHS und dem Leeren Raum beteiligt. Die Neu-Klever, aus Afrika, Arabien und Afghanistan/Iran zu uns geflüchtet, sind mit dieser Aktion mehr als nur symbolisch in der guten Stube unserer Stadt angekommen!

Bilder vom Projekt sind zum Teil schon auf unserer facebookseite zu sehen. Den Film zeigen wir nochmal auf der Mitgliederversammlung am 28. Juni.

Und schon folgt die nächste Einladung, diesmal zum International Africa Day an der HSRW, auf dem Platz hinter der Bücherei, am 24.5. Mai von 16 bis 20 Uhr. Auch hier sind wir als Haus Mifgash aktiv beteiligt. Das Frauencafé im Haus Mifgash mit Maria Schneider-Bless hat einen tollen Stand vorbereitet, an dem es selbst genähte afrikanische KLeidung und lukullische Spezialitäten und manch anderes zu bewundern und auch zu kaufen geben wird.

Was es sonst noch gibt – viel LIve Musik und Kultur und Spezialitäten aus vielen afrikanischen Ländern – finden Sie im Anhang!

Sehen wir uns am Mittwochnachmittag am Haus Mifgash Stand auf dem Campus? Es ist den afrikanischen Studierenden zu wünschen, dass die ganze Stadt ihrer Einladung zum gemeinsamen Feiern folgt!

Mit herzlichen Grüßen

Thomas Ruffmann

Kontaktadresse zum International Africa Day
Sandra Osei
Founder: RiTA


Rundbrief vom 9. Mai 2017

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden zu drei Veranstaltungen am 10.5., 12.5. und 20.5. herzlich ein!

Mit herzlichen Grüßen
Thomas Ruffmann

10.5., 18 Uhr, VHS-Haus
Forum Internationale Politik mit Prof. Dr. Jakob Lempp
Brexit, Populismus & Co: Europa, quo vadis?

„In jüngster Zeit hat das Bewusstsein spürbar zugenommen, dass internationale Politik und das alltägliche Leben in einer Region wie dem Niederrhein unmittelbar miteinander verwoben sind.“
Das Forum Internationale Politik – ein Gemeinschaftsunternehmen der Hochschule Rhein-Waal, der VHS Kleve und des Vereins Haus Mifgash – setzt hier an und lädt zu einer zweiten Serie von Diskussionsveranstaltungen ein.

Am Mittwoch, 10, Mai, um 18 Uhr im VHS-Haus gibt Prof. Dr. Jakob Lempp, Dekan der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie und Spezialist für Internationale Politik, eine pointierte Einführung zum Thema
„EU, quo vadis – nach Brexit, Populismus & Co.?“ Der Politologe beschreibt die akute Gefährdung des Projekts der Europäischen Einigung durch den überall erstarkenden Nationalismus und Populismus.
„Dabei funktioniert die EU weit besser, als ihr schlechtes Image nahelegt“ – davon ist der streitbare Wissenschaftler überzeugt. Und er wird seine Analyse mit Überlegungen zu Strategien für Europa abschließen.
Es ist eine gute Übung im Forum Internatinale Politik, dass der größte Teil des Abends für die Diskussion eingeplant ist. Der Eintritt ist frei.

Die weiteren Termine: Am 31.5. fragt Prof. Dr. Alexander Brand „Entwicklungshilfe als Waffe gegen Terror oder Mauer gegen Migration?“ Am 14.6. untersucht Prof. Dr. Eva Maria Hinterhuber
die Rolle der großen Religionen als Konfliktverursacher oder aber Integrationshelfer.

Flyer L-Politik


Freitag, 12.5.,19
.30 Uhr, B.C. Koekkoek-Haus
Performance und Gelegenheit zum Ausstellungsbesuch und Gespräch mit den Flüchtlingen, die im Projekt „Weg -Way – Sawarib“ teilgenommen haben.

Samstag, 20.5., 16 Uhr, 19.30 Uhr, 20.00 – 23.00 Uhr, B.C.Koekkoek-Haus
Performance, Videoprojektion, Gelegenheit zum Ausstellungsbesuch und Gespräch mit den Flüchtlingen, die im Projekt „Weg -Way – Sawarib“ teilgenommen haben, Konzert mit KLEFOR


Rundbrief vom 20. April 2017

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde,

zunächst bitte Kalender zücken und folgende Termine vormerken:

Mittwoch, 28.6., 19.30 Uhr, Kolpinghaus Kleve, Mitgliederversammlung Haus Mifgash

Samstag, 26.8., 14-24 Uhr, Meyerhof, 4. Mifgash Festival

Der Große Küchentisch hatte sich eine Pause verordnet. Weiter geht es am Montag, 1. Mai, um 17.30 Uhr und ab dann jeweils am ersten Montag des Monats, also 5.6. (Pfingstmontag) und 3.7. Mehr dazu bitte unten lesen – und anmelden bis 26.4.!

Der Mifgash-Laden auf der Kavariner Str. 44 wurde am 30.3. feierlich und gesellig mit kulinarischen und musikalischen Häppchen eröffnet. Jetzt werden weitere MitarbeiterInnen gesucht, die für mindestens 2 Stunden pro Woche im Laden arbeiten wollen. Bitte unten weiterlesen!

Die Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge in unserem Verein und im Umfeld ist groß. Für den Nothilfefonds wurden bereits über 2000 EUR gespendet. Dafür an dieser Stelle allen Spendern herzlichen Dank. Der größte Teil davon wurde bereits an Hilfsbedürftige weitergeleitet, überwiegend für Anwalts- und Gesundheitskosten, die die Flüchtlinge nicht alleine tragen konnten. Aktuell bitten wir besonders um Hilfe für die Familie Bajramov – beim KLEFOR-Konzert am 26.2. im Theater mini art haben wir bereits dazu aufgerufen! Die Kurzfassung (ausführliche Infos bitte unten lesen!): Aus Angst vor den Folgen einer Abschiebung hat sich die Familie mit schwerem Herzen und viel Angst für die „freiwillige“ Ausreise nach Mazedonien entschieden. Für Balkan-Flüchtlinge gibt es keine Rückkehrhilfen, von denen in den Medien immer die Rede ist. Die Familie braucht aber – mindestens – ein Dach über dem Kopf. Daher bitten wir erneut – und recht dringend – um Spenden mit dem Vermerk „Nothilfefonds – Familie Bajramov“ auf das Konto von Haus Mifgash IBAN: DE28 3245 0000 0030 0170 81

Mehr Neues und Aktuelles zum Haus Mifgash wie immer auf unserer Internetseite mifgash.de und auf www.facebook.com/HausMifgash/

Mit herzlichen Grüßen

Thomas Ruffmann

 

Nothilfefond für die Familie Bajramov

(verfasst von Kurt Stynen, der die Familie seit drei Jahren kennt, und ergänzt von Thomas Ruffmann, über die Musik zum Freund der Familie geworden)

„Wir bitten Euch/Sie um eine kleine Geldspende von 10-20 Euro (wer`s kann, gerne etwas mehr), die einer Roma-Familie aus Mazedonien zukommen soll, die nach fast drei Jahren Aufenthalt in Kleve in Kürze wird ausreisen müssen trotz aller besonderen Umstände. Es ist die Familie von Elvis Bajramov – viele Mifgash-Mitglieder kennen Elvis als rhythmusfesten und feurigen Darabukaspieler im KLEFOR.

Menschen, die die Situation der Familie kennen, finden die Entscheidung angesichts der Integrationserfolge und der Dinge, die die Familie bei Abschiebung erwarten, extrem hart. Hinzu kommt, dass ihnen durch einen Fehler des BAMF die Ablehnung des Asylantrags (die bereits vor 2 jahren erfolgte, wovon aber auch die KLever Auusländerbehörde nichts wusste) nicht zugestellt wurde und ihnen dadurch einen Klagemöglichkeit verwehrt wurde. Bajramovs haben fünf Kinder im schulpflichtigen und Kindergartenalter. Alle gehen seit 2,5 Jahren zur Schule/ in den Kindergarten/ zu Sportvereinen und haben sich bestens entwickelt, wie die vorliegenden Gutachten aussagen. Die Abschiebung gefährdet definitiv das Kindeswohl. Die Fluchtgründe liegen bei der Familie noch dramatischer als bei „bloßer Armut“, da ihnen in Mazedonien – dies ist dokumentiert – ihre Hütte von mafiosen Banden über Nacht abgebrannt wurde und sie ohne Bleibe waren. Eben wegen dieser banden können sie auch nicht in ihren Heimatort zurückkehren, sondern müssen in der Hauptstadt Skopje ein Dach über dem Kopf suchen.

Dies ist nun nicht der Ort und die Zeit, über die Berechtigung von Fluchtgründen und die von Abschiebung zu diskutieren, hier geht es „nur“ noch um die humanitäre Frage. Bajmarovs werden ihre bescheidenen Besitztümer in ein paar Koffer packen müssen, werden vermutlich per Flugzeug oder Fernbus nach Skopje gebracht und sind dann auf sich alleine gestellt. Wie man hört, behandeln die mazedonischen Behörden zurückkehrende, abgeschobene Menschen als Republikflüchtige, die mit hohen Geldstrafen zur Kasse gebeten werden. Es kursieren Berichte, dass einem Elternteil eine mehrmonatige Gefängnisstrafe droht, sollten Strafen nicht gezahlt werden können, als Konsequenz daraus landen fünf Kinder mit einem Elternteil auf der Straße. Davon abgesehen, wer ein wenig von den Lebensverhältnissen von Roma-Familien in den Balkanländern weiß, dem sind die katastrophalen, für uns kaum vorstellbaren Lebensverhältnisse bekannt.

Ich weiß, dass wir alle ein bestimmtes Roma-Bild im Kopf haben, geprägt durch Fernsehbilder der Duisburger Roma-Häuser und rumänische Profibettler auf den Straßen. Glauben Sie mir, dass die Familie Bajramov nicht unter diese Kategorie fällt, ich kenne sie nun seit drei Jahren. Man muss auch sagen, dass die deutsche Gesellschaft bzw. die Arbeitsbürokratie die wiederholten Versuche des Vaters, Arbeit zu bekommen, nicht belohnt hat. Ich habe es selbst mehrfach erlebt, wie er an unnötigen Hindernissen und engherziger Skepsis gescheitert ist.

Die Menschen, die die Familie persönlich seit langem kennen, werden mit größeren Beträgen sie für die Rückkehr finanziell unterstützen. Bei dem Risiko, bei der Rückkehr massiv mit Geldforderungen konfrontiert zu werden, und angesichts der Notwendigkeit , eine einigermaßen menschenwürdige Bleibe für sieben Personen zu finden, müsste aber die Summe größer sein.

Wir bitten Sie/Euch sehr herzlich darum, eine kleine Spende zu leisten. Wir spüren diesen Betrag nicht in unserem Portemonnaie, aber wenn viele im Sinne eines humanitären „crowd funding“ helfen, und sei es nur mit einem kleinen Betrag, dann kann die Familie wenigsten am Anfang das Allerschlimmste, zumindest für eine gewisse Zeit, abwenden.

Wer dem folgen möchte, bitte ich möglichst schnell seine Spende auf das Vereinskonto von Haus Mifgash zu überweisen. Von dort aus wird das Geld weitergeleitet. Wenn Sie eine Spendenquittung möchten, bitte Adresse vermerken. Auf jeden Fall in die Betreffzeile „Flüchtlingshilfe Familie Beajramov“ eintragen. Konto: Haus Mifgash, iban: DE28 3245 0000 0030 0170 81 , BIC WELADED1KLE

Danke!“

 


Mifgash-Laden Eröffnung

Mifgash-Laden-Eröffnung im März 2017 – Bericht im Klever Wochenblatt vom 1. April 2017


Rundbrief 24. Februar

Liebe Mitglieder,

Karneval feiern kann man, man muss aber nicht. Mit KLEFOR feiern – dem Klever Freundschaftsorchester im Haus Mifgasgh – kann man und sollte man unbedingt, wenn man kann. Immer wieder neu! Wir freuen uns auf euch. Ungefähr 100 Leute haben Platz im schönen Theater mini art. Man kann sitzen oder tanzen oder beides nacheinander!
Wer besonders neugierig ist, findet auf der facebook Seite der Nachbarschaftsmusik – KLEFOR sogar das genaue Programm – Änderungen garantiert!https://www.facebook.com/groups/1716729681941615/

Wir spielen am Sonntag, 26.2.2017 um 18 Uhr im Theater mini art, Brückenweg 5, auf dem Gelände der Kliniken in Bedburg-Hau. Leicht zu finden, ausgeschildert, Parkplätze vor der Tür. Der Eintritt ist frei, Spende für FLüchtlingsarbeit wird erbeten.

Die AG „Ich höre, also bin ich“ hat ihr Jahresprogramm in einem schönen Flyer zusammengestellt. Zu Literatur – Musik – Kunst gibt es 4 Veranstaltungen am 06.03., 12.06., 04.09. und 04.12. jeweils 19.30 Uhr bis 21.15 Uhr (mit viertelstündiger Pause)im Kolpinghaus Kleve, Kolpingstraße 11, 47533 Kleve.

Erste Veranstaltung in diesem Jahr ist also am Montag, 6.3., „Deutschland von außen“
Unsere Nachbarn (Großbritannien, Dänemark, Niederlande u. a.) blicken auf Deutschland. Die historische Nähe zu dem von Deutschland verursachten Zweiten Weltkrieg mit seinen Flüchtlingsschicksalen als Folge fordert uns auf, diese Schicksale ins Gedächtnis zu rufen. Heute blickt man auf Deutschland wegen unserer Politik des Umgangs mit Flüchtlingen.
Jörg Baden hat ihn persönlich berührende Texte ausgesucht: informative und nachdenkliche zumeist, aber auch Witz und Humor blicken aus manchen hervor. Er wird die Zuhörer auch an eigenen Erlebnissen teilhaben lassen.

Der Umbau oder besser gesagt, die Neueinrichtung des Mifgash-Ladens an der Kavariner Str. 44, hat Fahrt aufgenommen. Samstag wird alles, was raus soll, abtransportiert, am 2.3. kommt die neue Einrichtung, frühlingshaft zarte Grün- und Blautöne (die Haus Mifgash -.Farben!) sorgen für Helligkeit an den Wänden … Wer noch 2 Stunden pro Woche Ladendienst übernehmen möchte, melde sich bitte bei Kaliana Asare, Marie-Helen van Heys oder mir!

Der Große Küchentisch hat sich eine Pause verordnet. Am Montag, 1.5., um 18 Uhr geht es wieder los. Geplant ist testweise nur 1 Abend pro Monat, jeweils der erste Montag. Hierzu folgt in Kürze eine kleine (!) Mitgliederbefragung!

Mit herzlichen Grüßen

Thomas Ruffmann

Programm als PDF: Ich höre 2017


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