Liebe Mitglieder,
wenn ihr dies lest, hat wahrscheinlich schon die Staatssekretärin Dr. Serap Güler im NRW- Familien- und Integrationsministerium ihren Grundstein für Haus Mifgash beschriftet. Sie besucht am heutigen Dienstag das Kommunale Integrationszentrum beim Kreis Kleve und will diesen Besuch am Synagogenplatz abschließen, wo wir sie über die jüdische Geschichte Kleves und unsere Baupläne für ein Klever Zentrum für Begegnung, Respekt und Toleranz informieren und abschließend gemeinsam mit der Landrätin und dem Bürgermeister bitten, ihren Grundstein zu gestalten.


Unser Projekt #grundsteinhausmifgash im Rahmen des bundesweiten Programms #2021 Jüdisches Leben in Deutschland biegt also in die Schlusskurve ein. Am kommenden Samstag, 14.8., gibt es noch drei Gelegenheiten zum Mitmachen, für alle, die es bisher noch nicht geschafft haben. Bitte sagt diese Termine auch im Bekanntenkreis weiter. Sie sind alle öffentlich!!! Uns fehlen nur noch 146 zu den angestrebten 700 Grundsteinen.

Schon um 11 Uhr am Samstag, 14.8., um 11 Uhr gibt es nach langer Zeit wieder einmal die Chance, an einem Stadtrundgang auf den Spuren der jüdischen Geschichte teilzunehmen. Das bundesweite Programm #2021 Jüdischen Leben in Deutschland bietet hierfür ebenfalls den Anlass und den äußeren Rahmen.
Und hier nun die beiden Meldungen bzw. Ankündigungen mit allen Informationen:
Am 24. August 2021 ist es genau 200 Jahre her, dass die Klever Synagoge an der Reitbahn feierlich eingeweiht wurde. Zugleich feiern wir in diesem Jahr 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland. Im Rahmen des bundesweiten Programms 2021JLID lädt der Verein Haus Mifgash zu einer Stadtführung mit der Historikerin Helga Ullrich-Scheyda ein, in der die jahrhundertelange, wechselhafte jüdische Geschichte in Kleve lebendig wird. Startpunkt ist am Samstag, 14.8., um 11 Uhr am Synagogenplatz an der Reitbahn. Voranmeldung per Mail an haus@mifgash ist erbeten, man kann aber auch noch spontan kommen. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Ausgehend von dem heute leeren Synagogenplatz soll die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Kleve, die bis in das 17. Jahrhundert zurückreicht, nachgezeichnet werden. Wie lebten Juden in Kleve zu den Zeiten des Großen Kurfürsten und der ersten preußischen Könige? Welche Auswirkungen hatte die französische Revolution und die Politik Napoleons? Wie gestaltete sich die Emanzipation der Juden im 19. Jh. und war der wachsende Antisemitismus gegen Ende des 19. Jh. auch in Kleve spürbar?
Wie lebten die jüdischen Familien in Kleve und wie gestalteten sie das Leben der Stadt mit? Und zuletzt auch: Wie war ihr Schicksal in der Zeit des Nationalsozialismus? Die Führung endet am jüdischen Friedhof, der mit den noch vorhandenen Grabsteinen ein eindrückliches Denkmal jüdischen Lebens in Kleve ist. Im direkten Anschluss an die Führung besteht die Gelegenheit, sich an der Kunstaktion #grundsteinhausmifgash zu beteiligen. 700 Klever Bürgerinnen und Bürger schreiben hier ihre persönliche Antwort auf die Frage „Wie wollen wir zusammen leben“ auf lederweiche Tontafeln.
Schon 554 KleverInnen und NachbarInnen jeden Alters haben ihren Grundstein für Haus Mifgash gestaltet, die jüngste war 3 die älteste 90 Jahre alt. Am kommenden Wochenende baut die Künstlerin Nicole Peters ihren Aktionsstand für #grundsteinhausmifgash nochmal an drei Orten auf – überall kann man sich noch beteiligen.
Am Samstag, 14.8., ab 12.30 Uhr ist der Stand am Jüdischen Friedhof auf der Ernst-Goldschmidtstr.. Dort endet um diese Zeit der Stadtrundgang zur jüdischen Geschichte Kleves und man kann dann unter dem Eindruck des Gesehenen und Gehörten die Tonziegel beschriften. Wie immer lautet auch hier die Frage „Wie wollen wir zusammen leben?“
Von 14 bis 16 Uhr ist die Aktion im Eingangsbereich von Edeka Brüggemeier in der Unterstadt zu Gast, so dass hoffentlich auch viele der internationalen Studierenden eine Chance zum Mitmachen bekommen.
Ab 18.00 Uhr dann sind wir zu Gast am Aussichtsturm, bevor dort das Waldkino-Vergnügen beginnt. Siehe www.zumturmkleve.de
Und es gibt auch am Sonntag den 15.8. von 11 – 18 Uhr noch die Möglichkeit, im gARTen Atelier Peters, Maasstr. 12 47574 Goch am Projekt teilzunehmen.
Am Montag, 16.8., freuen wir uns auf die Einladung in die LehrerInnenkonferenz der Gesamtschule am Forstgarten. Ca. 100 Lehrerinnen und Lehrer werden auf einmal von unseren Plänen erfahren und sich hoffentlich in großer Zahl aktiv als TontafelkünstlerInnen und bürgerschaftliche AktivistInnen einbringen.
Achtung: Unser Projekt gibt es mindestens zweimal, nämlich in der analogen und der digitalen Welt. Man kann es auf facebook oder instagram unter #grundsteinhausmifgash immer aktuell verfolgen. Und die ausführlichen Infos zum Projekt finden sich auf dieser Website www.mifgash.de unter dem Reiter „Das Haus. Grundsteinlegung 2021“.
Und abschließend die Bitte oder Erinnerung, die wichtigen kommenden Termine in den Kalender einzutragen:
Mittwoch, 25.8., 19. 30 Uhr, Kolpinghaus, Mitgliederversammlung
Freitag, 10.9., 17 Uhr, Reitbahn, Öffentliche Abschlusspräsentation des Projekts #grundsteinhausmifgash mit mehreren 100 Mitwirkenden
Samstag, 11.9., 14-24 Uhr, 6. mifgashtival, Musik- und Begegnungsfest an der Reitbahn
Mit herzlichen Grüßen
Thomas Ruffmann
Vorsitzender Haus der Begegnung – Beth Hamifgash e.V.
thomas.ruffmann@mifgash.de
++49 1577 7360980
Die Diskussion über das Kalkarer Kriegerdenkmal, die am Freitag, 11.6., um 19 Uhr im Garten des Artoll Kunstlabor stattfinden wird, ist aufgrund der aktuell gültigen Corona-Schutzverordnung nur für Teilnehmende möglich, die getestet, geimpft oder genesen sind. Darauf weisen die Veranstalter Haus Mifgash e.V., Aufstehen gegen Rassismus Kreis Kleve und Artoll Kunstlabor hin. Für ausreichenden Abstand zwischen den Sitzplätzen und Nachverfolgbarkeit ist gesorgt – sowie auch für Kaltgetränke. Damit die Diskussion von allen Interessierten verfolgt werden kann, wird es einen Video-Livestream geben, zugänglich unter diesem Link
Als Podiumsgäste haben zugesagt: Kalkars Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz, der Kunsthistoriker Ron Manheim, Bastian T. für „Aufstehen gegen Rassismus Kreis Kleve“ sowie eine Kalkarer Bürger*in und Jannik Berbalk, der einen Bürgerantrag an den Kalkarer Rat zum Thema gestellt hat. Moderator ist Andreas Gebbink, Redaktionsleiter der NRZ Kleve. Einlass ab 18 Uhr; der Zugang ist kostenfrei. Das Artoll Kunstlabor auf dem LVR-Klinikgelände Haus 6, Zur Mulde 10, ist aufgrund der Bauarbeiten am einfachsten über die Hauptzufahrt am Bahnhof Bedburg-Hau zu erreichen,.
Anbei ein Foto des Veranstaltungsortes mit seiner besonderen Atmosphäre.

Liebe Mitglieder,
Am kommenden Freitag, 11.6., um 19 Uhr laden wir herzlich ein in den Garten des Artoll Kunstlabor.
Anlässlich der anstehenden Entscheidung des Kalkarer Stadtrates über zwei Anträge zum „Kriegerdenkmal“ lädt das Haus der Begegnung gemeinsam mit dem Bündnis „Aufstehen Gegen Rassismus Kreis Kleve“ und dem Kunstlabor Artoll zu einer Podiumsdiskussion am Freitag, 11. Juni in den Garten des Artoll im LVR- Klinikgelände (Haus 6/ Zur Mulde 10) Bedburg- Hau ein. Wir wollen damit anknüpfen an eine erste Diskussionsrunde, die im Herbst 2020 am selben Ort stattgefunden hatte.
Zu Wort kommen sollen ab 19:00 neben Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz und Antragssteller Jannik Berbalk auch Kunsthistoriker Ron Manheim, Bastian T. für „Aufstehen gegen Rassismus Kreis Kleve“ sowie Kalkarer Bürger*innen. Ebenfalls angefragt wurde der Historiker Hans Hesse. Moderiert wird die Veranstaltung von Andreas Gebbink, Redaktionsleiter der NRZ Kleve. Im Anschluss soll Raum für eine offene Diskussion zum Thema gegeben werden. Hier würden wir uns sehr freuen, wenn Sie sich mit Mitgliedern Ihrer Fraktion an der Diskussion beteiligen wollen. Es ist unser Wunsch, mit dieser Veranstaltung dazu beizutragen, dass eine öffentliche und eingehende, durchaus auch kontroverse Diskussion über die Zukunft dieses Kriegsdenkmals stattfindet – bevor der Rat dann seine demokratisch legitimierte Entscheidung trifft.
*Ich empfehle allen zum Einlesen eine ausführliche Schilderung der nun schon viele Jahre dauernden Auseinandersetzung mit diesem historischen Bauwerk auf der Seite des Historikers Hans Hesse, der überhaupt erst das Hitlerzitat auf der Rückseite entdeckt hatte. *Hier ist der gesamte Prozess inklusive der demonstrativen Kunstaktion von Wilfried Porwol und der folgenden Diskussionen und auch das Gerichtsverfahrens nachzulesen.
Auch die Stellungnahme von Ron Manheim findet man dort verlinkt:
http://www.hans-hesse.de/html/kalkar.html
Hier ein Blick auf das Artoll-Haus:
Die Teilnahme ist für alle Interessierten ohne Voranmeldung möglich, vor Ort werden Alltagsmasken getragen. Bei schlechtem Wetter [der langfristige Wetterbericht verheißt jedoch Sonne und Trockenheit] wird die Veranstaltung auf der überdachten Terrasse des Artoll stattfinden können. Die Entscheidung über die Zukunft des Kriegerdenkmals wird am 22.06. -dem 80. Jahrestag des Überfalls der Wehrmacht auf Russland- in einer Ratssitzung fallen.
Am Freitag, 18.6., um 9 Uhr findet die nächste Stolpersteinverlegung
statt, zu der wir ebenfalls herzlich einladen. Hier folgt der Ablaufplan:
Stolpersteinverlegung am 18. Juni 2021, 9.00 Uhr Tiergartenstraße 58
* Begrüßung durch Thomas Ruffmann
* Grußwort des Bürgermeisters Wolfgang Gebing
* Stolpersteine für Flora Haas, Dr. Gerhard Walter Haas, Rosa und Ernst Wilhelm Haas mit einem aufgezeichneten Gespräch mit Hans-Günther Schloesser
9.45 Uhr Spyckstraße 147
* Stolpersteine für Klara, Ludwig und Erich Hertz
* mit einem Beitrag des Projektkurses Klasse 9 der Gesamtschule am Forstgarten
Musikalische Intermezzi: Jüdische Tanzmusik aus dem 1920er-Jahren
Moderation: Edmund Verbeet
Die Infotafeln zu den Familien Haas und Hertz findet ihr im Anhang (nein, sie sind zu groß, ich schicke sie gleich extra), jetzt schon im Schaufenster des Mifgash-Salons in der Kavariner Str., und sehr bald auch auf unserer Internetseite
Für Montag, 28.6., hatten wir schon um eine Reservierung des Termins in Euren Kalendern gebeten, nämlich für die Mitgliederversammlung. Wir bitten euch, den Termin weiterhin zu reservieren, jedoch für eine sehr schöne und für unseren Verein eminent wichtige Aktion im Rahmen des Projekts „Grundstein für Haus Mifgash“. Wir hoffen dort im Laufe des SPätnachmittags und Abends alle mehr als 220 Mitglieder unseres Vereins zu sehen, wenn Mitglieder unserer Taskforce Hausbau den Stand der Diskussionen und Entscheidungsprozesse rund um unser geplantes Haus der Begegnung darstellen. Zugleich, nunja eher vorher und nachher sind wir alle aufgerufen, unsere Wünsche und im wahrsten Sinne des Wortes „Grundwerte“ auf Tontafeln zu ritzen, die wir im Grundstein für unser Haus verewigt sehen wollen.
Näheres dazu in einem schon bald folgenden Rundbrief. *Momentan bitte nur vormerken: Mo, 28.6., im Zeitraum 17 bis 21 Uhr auf der Terrasse des Restaurants Saray Garten für die Aktion Grundstein für Haus Mifgash mit der Künstlerin Nicole Peters – und uns allen!
Die Mitgliederversammlung wird dann am Mittwoch, 25.8., um 19.30 Uhr im Kolpinghaus Kleve stattfinden. Diesen neuen Termin bitten wir also
herzlich, im Kalender zu markieren.* Während des Planungszeitraums war für uns und für die angefragten Räumlichkeiten noch keine Garantie
gegeben, dass alle Interessierten auch sicheren Zugang zu der Veranstaltung finden können. Aus diesem Grund haben wir uns für die
Verlegung entschieden.
Wir hoffen, dass wir uns bei diesen Gelegenheiten mit vielen Vereinsmitgliedern nach langer Zeit wieder treffen und austauschen können. Immer noch gelten natürlich die wichtigen Corona-Regeln, die wir jeweils auch vor Ort mitteilen werden. Ein negatives Testergebnis oder Impung ist für diese open air Veranstaltungen nach den derzeit gültigen Regeln nicht erforderlich.
Mit herzlichen Grüßen
Thomas Ruffmann
Vorsitzender Haus der Begegnung – Beth Hamifgash e.V.
thomas.ruffmann@mifgash.de
++49 1577 7360980
Tiergartenstraße 58 für
Flora Haas geb. Machol (Bruchsal 1869 – 1946 Caracas, Venezuela)
Dr. Walter Gerhard Haas (Kleve 1895 – 1964 Kleve)
Ernst Wilhelm Haas (Kleve 1897 – Caracas, Venezuela)
Rosa Haas geb. Berenstein (Charkiw, Ukraine 1902 – Caracas, Venezuela)
Spyckstraße 147 für
Lodewijk „Ludwig“ Hertz (Arnheim 1878 – 1943 Sobibor)
Klara Hertz geb. Dahl (Bielefeld 1886 – 1943 Sobibor)
Erich Hertz (Kleve 1913 – 1943 Vught)
ab Ende Mai bis 10. September an verschiedenen Orten in der Stadt und am Synagogenplatz
200 Jahre nach der Einweihung der Klever Synagoge lädt der Verein Haus Mifgash in Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden, Schulen, Hochschule und weiteren Gruppen zu einem partizipativen Kunstprojekt ein: Unter der künstlerischen Leitung von Nicole Peters sind sieben offene Workshoptage geplant, die in die feierliche Grundsteinlegung am Synagogenplatz münden: Unter der Leitfrage »Welche Werte stehen auf deinem Grundstein für Haus Mifgash?« erinnern sich die aktiv Mitwirkenden an 500 Jahre jüdischer Ge-schichte im Kleverland einschließlich der Shoa. Sie beschriften Tonziegel und entwerfen mit sozialer Phantasie einen von jüdischen Traditionen inspirier-ten Ort des interreligiösen und interkulturellen Austauschs.
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