Mifgash-Laden Eröffnung

Mifgash-Laden-Eröffnung im März 2017 – Bericht im Klever Wochenblatt vom 1. April 2017


Rundbrief 24. Februar

Liebe Mitglieder,

Karneval feiern kann man, man muss aber nicht. Mit KLEFOR feiern – dem Klever Freundschaftsorchester im Haus Mifgasgh – kann man und sollte man unbedingt, wenn man kann. Immer wieder neu! Wir freuen uns auf euch. Ungefähr 100 Leute haben Platz im schönen Theater mini art. Man kann sitzen oder tanzen oder beides nacheinander!
Wer besonders neugierig ist, findet auf der facebook Seite der Nachbarschaftsmusik – KLEFOR sogar das genaue Programm – Änderungen garantiert!https://www.facebook.com/groups/1716729681941615/

Wir spielen am Sonntag, 26.2.2017 um 18 Uhr im Theater mini art, Brückenweg 5, auf dem Gelände der Kliniken in Bedburg-Hau. Leicht zu finden, ausgeschildert, Parkplätze vor der Tür. Der Eintritt ist frei, Spende für FLüchtlingsarbeit wird erbeten.

Die AG „Ich höre, also bin ich“ hat ihr Jahresprogramm in einem schönen Flyer zusammengestellt. Zu Literatur – Musik – Kunst gibt es 4 Veranstaltungen am 06.03., 12.06., 04.09. und 04.12. jeweils 19.30 Uhr bis 21.15 Uhr (mit viertelstündiger Pause)im Kolpinghaus Kleve, Kolpingstraße 11, 47533 Kleve.

Erste Veranstaltung in diesem Jahr ist also am Montag, 6.3., „Deutschland von außen“
Unsere Nachbarn (Großbritannien, Dänemark, Niederlande u. a.) blicken auf Deutschland. Die historische Nähe zu dem von Deutschland verursachten Zweiten Weltkrieg mit seinen Flüchtlingsschicksalen als Folge fordert uns auf, diese Schicksale ins Gedächtnis zu rufen. Heute blickt man auf Deutschland wegen unserer Politik des Umgangs mit Flüchtlingen.
Jörg Baden hat ihn persönlich berührende Texte ausgesucht: informative und nachdenkliche zumeist, aber auch Witz und Humor blicken aus manchen hervor. Er wird die Zuhörer auch an eigenen Erlebnissen teilhaben lassen.

Der Umbau oder besser gesagt, die Neueinrichtung des Mifgash-Ladens an der Kavariner Str. 44, hat Fahrt aufgenommen. Samstag wird alles, was raus soll, abtransportiert, am 2.3. kommt die neue Einrichtung, frühlingshaft zarte Grün- und Blautöne (die Haus Mifgash -.Farben!) sorgen für Helligkeit an den Wänden … Wer noch 2 Stunden pro Woche Ladendienst übernehmen möchte, melde sich bitte bei Kaliana Asare, Marie-Helen van Heys oder mir!

Der Große Küchentisch hat sich eine Pause verordnet. Am Montag, 1.5., um 18 Uhr geht es wieder los. Geplant ist testweise nur 1 Abend pro Monat, jeweils der erste Montag. Hierzu folgt in Kürze eine kleine (!) Mitgliederbefragung!

Mit herzlichen Grüßen

Thomas Ruffmann

Programm als PDF: Ich höre 2017


Mitgliederwerbung

Liebe Mitglieder,
„Haus Mifgash“ hat sich Großes vorgenommen und in der jüngsten Mitgliederversammlung wurde zudem beschlossen, alles daran zu setzen, dass wir das Haus der Begegnung im Jahr 2021 verwirklichen können. Warum 2021? Es wäre ein wichtiges Symbol: 200 Jahre zuvor wurden die Synagoge und die Jüdische Schule an der Reitbahn eingeweiht!

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Mifgash Rundbrief 10. Februar 2017

Weitere 23 Stolpersteine für Kleve
Verlegung am 16.02.2017 – Beginn 14.00 Uhr – Lindenallee 34

Sehr geehrte Damen und Herren,
nach der unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit im November 2016 erfolgten Verlegung der ersten Stolpersteine werden nunmehr weitere 23 Stolpersteine in Kleve verlegt.

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Mifgash Rundbrief 3. Februar 2017

Liebe Mitglieder,
und hier wieder eine herzliche Einladung zum letzten Abend im Forum Internationale Politik in dieser ersten Serie. Eine zweite folgt im Mai. Lesen Sie unten bitte weiter.

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Akute Not: Die Abschiebung von Nazim droht in der kommenden Woche

Liebe FreundInnen,
gestern morgen erhielten wir von Nazims Anwältin die Nachricht, dass der Kreis Kleve ihr mitgeteilt habe: Sie ziehen ihre Zusage zurück und betreiben die Abschiebung von Nazim Hussain, der ja gegenwärtig in Abschiebehaft sitzt, nun aktiv weiter. Der Kreis will die Entscheidung der Härtefallkommission nicht abwarten. Gesetzlich ist der Kreis nicht verpflichtet, die Entscheidung der Kommission abzuwarten, auch nicht, ein eventuelles Ersuchen um Aufenthalt für ihn positiv zu bescheiden. Tatsächlich aber und aus guten humanitären und politisch-ethischen Gründen warten in der Regel alle Ausländerbehörden in NRW die Entscheidung der Kommission ab und folgen ihren Empfehlungen. Kleve also nicht.

Es könnte sein, dass Nazim am 14.12. abgeschoben werden soll und die Härtefallkommission kurz darauf über seinen Fall berät.

Warum? Das fragen wir uns alle.

Wir fügen den entsprechenden Bericht aus der heutigen NRZ bei.

(Dort ist groß daneben auch eine Erfolgsgeschichte zu lesen, an der viele aus unserem Verein mitgewirkt haben, vor allem abe Amadou Diallo selbst mit seiner großen Motivation, seinen Fähigkeiten und seiner offenen Art … dazu hoffentlich später einmal noch etwas mehr …)
Was ist zu tun? Die Anwältin hat einen Eilantrag gestellt, über den hoffentlich entschieden wird, bevor das Flugzeug abhebt. Außerdem hat sie schon direkt nach der Verhaftung Haftbeschwerde gestellt. Nach ihrer juristischen Einschätzung, die sie ausführlich begründet hat, hat der Kreis eindeutig nicht korrekt gehandelt. Insbesondere hätte es mildere Mittel als die Haft gegeben, um sicherzustellen, dass Nazim sich nicht einer eventuellen Abschiebung entzieht (z.B. eine tägliche Meldung bei der Ausländerbehörde). Wann über diese Haftbeschwerde verhandelt wird, ist völlig unklar. (Dies passiert häufig erst, nachdem der Betroffene bereits abgeschoben ist.)

Unsere Bitte an Sie/Euch und alle weiteren UnterstützerInnen: Bitte schauen Sie regelmäßig in die Mail. Wahrscheinlich werden wir am Montag dem Landrat einen offenen Brief überreichen mit der Bitte, den Spielraum den die Gesetze und Vorschriften sehr wohl vorsehen, im Sinne der Menschlichkeit zu nutzen.

Außerdem benötigen wir natürlich Geld: Nazim hat die Anwaltskosten bisher selbst bezahlt. Mechthild Bielenberg-Keller vom Flüchtlingsrat, die uns in diesem Fall unermüdlich berät und mit Rat und Tat zur Seite steht, hat auch einen Förderantrag für ANwaltskosten bei ProAsyl gestellt. Einige von uns haben aus privatem Portemonnaie geholfen, natürlich. Aber das reicht nicht. Wer also kann, möchte bitte eine Spende auf das Vereinskonto mit dem Stichwort „Hilfe für Nazim Hussain“ überweisen. IBAN DE28 3245 0000 0030 0170 81.

Wir wollen vom Verein so schnell wie möglich auch ein eigenes Nothilfekonto nicht nur für diesen Fall, sondern auch für die anderen Notfälle von Geflüchteten einrichten, die mehr Unterstützung brauchen, als ihre jeweiligen Freunde und Unterstützer privat aufbringen können.

Wir melden uns bald wieder mit weiteren Nachrichten.

Danke soweit für alle bisherige Unterstützung.

Herzlich

Thomas Ruffmann, auch im Namen Ron Manheim, Maria Schneider-Bless, Josefine Frank, Kaliana Asare


Das schwere Los der Abschiebung

Der Pakistani Nazim Hussein wurde am Dienstag zur Abschiebung nach Buren gebracht. Der Klever Verein Haus Mifgash kämpft für seinen Verbleib.

Für Nazim Hussein war Dienstag ein fürchterlicher Tag. Seit drei Jahren lebt der Pakistani in Kleve, er hatte hier Asyl beantragt, sich vorbildlich integriert und wird nun vermutlich doch nach Pakistan zurückgebracht. Am Dienstag bestätigte in Kleve ein Haftrichter die Abschiebung des 36-Jährigen. Er wurde noch am gleichen Tag in ein Abschiebegefängnis nach Büren bei Paderborn gebracht. Aufgrund einer Erkrankung wird er dort psychisch behandelt. Für den 25. Januar 2017 ist sein Flieger nach Pakistan bestimmt.
Nur noch geduldet
Die Mitglieder des Klever Vereins Haus Mifgash können diese Entscheidung nicht fassen. Sie kennen Nazim Hussein sehr gut, haben einen engen Kontakt zu ihm aufgebaut, ihn begleitet und im Verein aufgenommen. Nazim Hussein war 2005 aus Pakistan geflüchtet, weil er und seine Familie von der Terrorgruppe SSP verfolgt worden sind. Er kam zunächst nach Griechenland, wo er acht Jahre lang blieb. Sein Asylantrag wurde damals abgelehnt. Nachdem er Morddrohungen von griechischen Nationalisten erhalten habe, sei er nach Deutschland geflüchtet, so der Verein Haus Mifgash in einem Schreiben. Seit November 2013 ist er in Kleve.
Sein Asylantrag wurde im November 2014 durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zurückgewiesen. Seitdem wird er in Deutschland nur noch geduldet. Bis zur Klärung seiner Personalien arbeitete Nazim Hussein 20 Wochenstunden bei einem Gartenbaubetrieb in Kleve, der ihn auch gerne weiter beschäftigen würde.
In Panik sich ein Messer in den Bauch gerammt
Im September 2016 sollte Hussein dann abgeschoben werden. Darum stach er sich in Panik mit einem Messer in den Bauch. Er kam ins Emmericher Krankenhaus und anschließend in die Psychiatrie nach Bedburg-Hau. Am 9. November wurde er aus der Klinik entlassen. Die behandelnden Ärzte teilten mit, dass Nazim Hussein reiseunfähig sei und dass er psychisch noch sehr labil sei, Angstzustände habe, Albträume und dass auch eine Suizidgefahr bestehe.
Am Dienstagvormittag hatte der Pakistani einen Termin bei der Ausländerbehörde des Kreises Kleve, um dort seinen Duldungstitel zu verlängern. Nach Informationen der NRZ wurde er dann dort festgehalten und später sofort dem Haftrichter vorgeführt.
„Er praktiziert Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft“
Der Verein Haus Mifgash setzt sich jetzt für den Verbleib des 36-Jährigen ein. Die Vorsitzenden Ron Manheim und Thomas Ruffmann haben am 5. November einen Härtefallantrag an die Härtefallkommission des Landes NRW gestellt. Sie bitten darum, dass die Kommission sich für den Aufenthalt von Nazim Hussein einsetzt – aus dringenden persönlichen und humanitären Gründen sowie seiner vorbildlichen Integration.
Nazim Hussein sei sehr lernbegierig: „Sein Deutsch ist inzwischen so gut, dass man mit ihm über alle Themen – buchstäblich auch über Gott und die Welt – verständigen kann“, schreiben Manheim und Ruffmann. Sie betonen seine Toleranz gegenüber Andersgläubigen und Atheisten und sein Engagement im Verein Haus Mifgash. Er praktiziere Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft.
„Wir bitten darum, ihm hier eine Chance zu geben“
Der Verein Haus Mifgash sieht triftige Gründe für eine Härtefallregelung. Man wisse, dass er ungeheuere Angst habe, nach Pakistan zurückkehren zu müssen. Denn hier sei die Bedrohung durch Terroristen eine reale Gefahr: „Bei einer humanitären Entscheidung sollte das gesamte Lebensschicksal von Nazim Hussein berücksichtigt werden“, so Manheim und Ruffmann. „Wir bitten darum, dass er die Chance auf ein menschenwürdiges Leben in unserem Land bekommen kann“.
Die Ausländerbehörde des Kreises Kleve ist an Recht und Gesetz gebunden. Mit der ablehnenden Entscheidung des BAMF muss die Behörde auch die Abschiebung vornehmen. Wie die Verwaltung der NRZ schriftlich auf eine nicht fallbezogene Anfrage mitteilt, begründet ein ärztliches Attest noch keine Zweifel an der Annahme des Gesetzgebers, dass grundsätzlich eine Reise- und Flugfähigkeit vorliegt. Die Ausländerbehörde des Kreises beauftragt in solchen Fällen eine ärztliche Begleitung. In der für Abschiebungen vorgesehenen Unterbringung in Büren ist auch eine ärztliche Versorgung vorgesehen. Dort werde die mögliche Flug- und Reisefähigkeit geprüft.

Auf die Frage, inwiefern eine Entscheidung der Härtefallkommission berücksichtigt werden muss, schreibt der Kreis: „Spricht sie eine Empfehlung zugunsten des Ausländers aus, liegt die Entscheidung im Ermessen der Ausländerbehörde. Wenn keine Gründe entgegenstehen, folgt die Ausländerbehörde der Empfehlung der Härtefallkommission.“

 


Artikel zum 3. Mifgash-Festival in der NRZ

http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/drittes-mifgash-festival-aimp-id12135668.html


Mifgash Rundbrief

Hier ist nun immer der neueste Rundbrief zu finden:

Rundbrief Mifgash Juli 2016


Wir trauern um den Tod eines Flüchtlings aus Kleve, Henjin Cheng.

Im vergangenem Jahr kehrte er freiwillig nach ca. 8 Jahren zurück nach China, nachdem er keine Hoffnung mehr hatte, in Kleve ein Bleiberecht zu bekommen.

Er lebte 6 Jahre in der Sammelunterkunft Stadionstraße und ca. 1 Jahr in einer Wohngemeinschaft für Flüchtlinge in der Klever Oberstadt.

Durchgehend arbeitete er im Rahmen der 1-Euro-Job-Regelung am Friedhof Merowingerstraße, wo er die Parkanlagen und Wege pflegte.

Er war immer freundlich und hilfsbereit, lernte bereitwillig Deutsch bei unseren ehrenamtlichen LehrerInnen und war handwerklich sehr geschickt. Für unseren Weihnachtsbasar hat er viele Schlüsselanhänger kunstvoll geknüpft und uns geschenkt, dafür wollte er kein Geld haben. Auch hat er sich sehr für die Vorbereitung unseres ersten Mifgash-Festivals 2014 eingesetzt.

Er soll in China nach einer 2-monatigen Gefängnisstrafe nach Hause entlassen worden sein; kurz darauf wurde er nachts auf der Straße tot aufgefunden.


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